Bei 1300 Grad
Aus D-Mark-Scheinen soll Alkohol entstehen

Aus D-Mark-Scheinen, die nach der Euro-Einführung ausrangiert werden, will ein Nachfolgeunternehmen des Braunkohlekombinats Schwarze Pumpe Alkohol herstellen.

ap SCHWARZE PUMPE. Das Sekundärrohstoff-Verwertungszentrum (SVZ) an der brandenburgisch-sächsischen Grenze wolle die Scheine zu einem Gasgemisch verarbeiten, das sich in Methanol verwandele, sagte Pressesprecher Lutz Picard am Dienstag. Das Unternehmen stehe kurz vor einem Vertragabschluss mit der Landeszentralbank Berlin-Brandenburg.

Aus Methanol stellt die chemische Industrie Picard zufolge zum Beispiel Medikamente, Gefrierschutzmittel oder Leim her. Die geschredderten Scheine würden unter hohem Druck auf etwa 1 300 Grad Celsius erhitzt, dabei entsteht ein Gemisch aus Kohlenmonoxid, Wasserstoff und Kohlendioxid, das in einem chemischen Prozess zu Methanol weiter verarbeitet wird. Das SVZ verwandle so bereits neben anderen Stoffen Joghurt-Becher und das unter BSE-Verdacht stehende Tiermehl in Methanol, erläuterte Picard.

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