Bei "Big Brother"
RTL muss wegen Schleichwerbung Bußgeld zahlen

RTL muss wegen Schleichwerbung beim Auftakt zur zweiten "Big Brother"-Staffel am 16. September letzten Jahres 50 000 DM (rund 25 600 Euro) Bußgeld zahlen. Die Landesmedienanstalt Niedersachsen (NLM) erließ in Hannover einen entsprechenden Bescheid.

dpa HANNOVER Der Kölner Privatsender hätte dafür sorgen müssen, dass in der von der TV-Firma Endemol produzierten Sendung die Werbevorschriften eingehalten werden, hieß es am Dienstag zur Begründung. Moderator Oliver Geissen hatte in der Show den Medienwächtern zufolge einen Wohnmobil-Hersteller, der die Kandidaten mit seinen Fahrzeugen in den Container brachte, mehrfach namentlich anpreisend hervorgehoben. Eine Reihe neuer Modelle sei "plakativ" in Szene gesetzt worden.

Bereits im Februar dieses Jahres hatte die NLM, die für die Aufsicht von RTL zuständig ist, einen Bußgeldbescheid von 100 000 DM gegen Endemol erlassen. Da der "Big Brother"-Produzent Einspruch einlegte, ist der Fall inzwischen nach Angaben einer NLM- Sprecherin vor Gericht anhängig. Im vierten Rundfunkstaatsvertrag wurde Schleichwerbung neu in den Katalog der Ordnungswidrigkeiten aufgenommen. Mit dem Verfahren gegen Endemol hatte die NLM erstmals gegen einen Auftragsproduzenten einer Live-Sendung deswegen ein Bußgeld festgesetzt. RTL wurde zusätzlich vorgeworfen, seine Aufsichtspflicht gegenüber Endemol verletzt zu haben.

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