Bei der Fußball-EM in Portugal geht es für die Hersteller um viel Geld
Sportkonzerne kämpfen um die Vorherrschaft im Fußball

Die Sportausrüster Adidas-Salomon und Puma setzen große Hoffnungen in die Fußball-Europameisterschaft, die kommende Woche in Portugal beginnt.

MÜNCHEN. Am 12. Juni um 18 Uhr beginnt in Porto der heiße Kampf um die Krone im europäischen Fußball. Mit dem Anpfiff des Eröffnungsspiels der Fußball-Europameisterschaft geht auch der Kampf um die Vorherrschaft der Ausrüster in die Endrunde: Gleich in der ersten Partie stehen sich mit Portugal und Griechenland Teams gegenüber, die von den großen Rivalen Nike und Adidas ausgerüstet werden. Dabei geht es nicht nur für die Spieler um viel Geld. Die großen Sportkonzerne investieren Millionen in Werbung, um sich den Zuschauern zu präsentieren und dadurch den Absatz anzukurbeln.

Nie zuvor gaben Hersteller mehr Geld dafür aus, ihre Marke ins rechte Licht zu rücken. Jetzt können die Manager in den Konzernzentralen nur noch hoffen, dass eines der von ihnen ausgerüsteten Teams gewinnt oder wenigstens ins Endspiel kommt. Sonst drohen die Werbebotschaften zu verpuffen.

Die Erwartungen sind auf allen Seiten hoch geschraubt. "Für dieses Jahr erwarten wir neue Rekordumsätze mit Fußball-Ausrüstung", sagte der Vorstandschef von Adidas-Salomon, Herbert Hainer. Auch Puma-Chef Jochen Zeitz - die Marke mit dem Raubtier ist mit Italien, Schweiz, Tschechien und Bulgarien im Rennen - rechnet mit einem zweistelligen Plus im Geschäft mit Fußballschuhen und-kleidung.

Um die Nationaltrikots der Azzurri herum hat Puma eine ganze Kollektion gebastelt. Das auf modischen Sport-Lifestyle ausgerichtete Unternehmen erwartet so auch von einer vergleichsweise konventionellen Veranstaltung wie der EM einen Schub. "Wir rechnen mit Impulsen für die Marke", versicherte Zeitz im Gespräch mit dem Handelsblatt. Einen Aufreger wie die Einteiler von Kamerun beim Afrika-Cup, die der Weltfußballverband Fifa mit einer Geldstrafe belegte, wird es kaum geben. "Wir haben alles genehmigen lassen und versuchen im Regelwerk zu bleiben", unterstrich Zeitz.

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