Bei drakonischer Bestrafung durch DFL
Beckenbauer droht mit Rückzug aus Bundesliga

Mit drastischen Aussagen hat Franz Beckenbauer der Affäre um den Geheimvertrag des FC Bayern München mit der Kirch- Gruppe eine neue Dimension gegeben. Der deutsche Fußball- Rekordmeister werde von den rund 21,5 Millionen Euro, die er aus dem Vermarktungs-Kontrakt mit dem Münchner Medien-Unternehmen kassiert hatte, "keinen Cent" an die Liga zahlen, kündigte der Bayern - Präsident am Freitag in der "Bild"-Zeitung an.

HB/dpa MÜNCHEN. "Durch unsere Vereinbarung mit Kirch ist der Liga ja nichts entgangen", begründete Beckenbauer seine Haltung.

Für den Fall einer drakonischen Strafe durch die Deutsche Fußball- Liga (DFL) drohte Beckenbauer sogar mit einem Rückzug des 17-maligen deutschen Meisters aus der Bundesliga. "Da melden wir uns in Italien an, spielen gegen Juventus, Milan und Rom", wird Beckenbauer in der "Bild" zitiert. Nach dpa-Informationen entbehrt diese Drohung aber jeglicher Grundlage und wird von der Vereinsführung des Bundesliga- Spitzenreiters nicht ernsthaft erwogen. Der Vorstand der FC Bayern AG kommentierte die Aussagen Beckenbauers nicht.

Die DFL prüft derzeit die eingereichten Unterlagen des FC Bayern zu dem 1999 geschlossenen und dem Ligaverband nicht vorgelegten Vertrag mit Kirch. Angeblich ließen sich die Münchner mit dem Kontrakt ihre Zustimmung zu einer weiteren zentralen Vermarktung der Bundesliga- Fernsehrechte abkaufen.

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