Bei Fusionsverbot keine vollständige Trennung von Ruhrgas
Eon führt Sondierungsgepräche mit Klägern

Der Energieriese Eon hat nach Angaben aus Branchenkreisen mit den Klägern, die juristisch gegen die Ruhrgas-Übernahme vorgehen, Sondierungsgespräche über eine außergerichtliche Einigung geführt.

Reuters DÜSSELDORF. Die Kläger würden dabei aber auf eine umfassende Öffnung des Ruhrgas-Netzes dringen, um für einen aus ihrer Sicht fairen Wettbewerb am Gasmarkt zu sorgen, hieß es am Mittwoch aus den Kreisen. Nur dann sei eine Einigung möglich.

In Kreisen der Beschwerdeführer hieß es ergänzend, die Kläger würden auf eine weitgehende Wettbewerbsöffnung am Gasmarkt dringen, um eine beherrschende Stellung von Eon und Ruhrgas zu verhindern. Mit einfachen Ausgleichszahlungen durch den Eon-Konzern sei es zudem nicht getan: "Ein paar Millionen Euro von Eon werden da nicht ausreichen." Eon hatte in der Vergangenheit mit Blick auf eine außergerichtliche Einigung mit den Beschwerdeführern erklärt, es gebe keine Grundlage für solche Gespräche.

Eon kündigte am Mittwoch an, sich auch im Fall eines endgültigen Fusionsverbotes mit der Ruhrgas nicht gänzlich von seinen bereits gehaltenen Anteilen an dem Gaslieferanten zu trennen. "Wir werden uns sicherlich nicht vollständig von Ruhrgas trennen, da auch ein neuer Antrag zu einem späteren Zeitpunkt gestellt werden könnte", sagte ein Sprecher in Düsseldorf. Bei einem endgültigen Fusionsverbot müsse Eon seinen Anteil auf eine Grenze von 25 % herunterfahren, um wettbewerbsrechtliche Bedenken auszuräumen, bekräftigte der Sprecher.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG) hatte am Dienstag sein einstweiliges Verbot der Fusion von Eon und Ruhrgas bestätigt. Die Beschwerdeführer fürchten, dass der Wettbewerb am deutschen Gasmarkt durch die Fusion eingeschränkt wird.

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