Bei Gold-Lauf von Schwazer
Geher Höhne auf Rang 12

Alex Schwazer hat den Olympiasieg im 50km-Gehen nach Italien geholt. Jared Tallent (Australien) und Denis Nischegorodow (Russland) landeten auf den Plätzen. Der deutsche Andre Höhne landete nach zwei Verwarnungen auf dem 12. Platz.

Als dritter Italiener in der olympischen Geschichte hat Alex Schwazer die Goldmedaille im 50-km-Gehen Der Südtiroler Alex Schwazer gewann bei der Hitzeschlacht im 50km-Gehen Italiens erstes Leichtathletik-Gold in Peking. Der 23 Jahre alte Carabinieri steigerte in 3:37:09 Stunden den 20 Jahre alten Olympischen Rekord um 40 Sekunden, als er bei Temperaturen von 27 Grad bei 80 Prozent Luftfeuchtigkeit das Ziel erreichte. Silber hinter dem zweimaligen WM-Dritten gewann der Australier Jared Tallent in 3:39:27 nach Platz drei über 20km sechs Tage zuvor. Bronze ging nach 3:40:14 an den Russen Denis Nischegorodow, 2004 Zweiter in Athen.

Andre Höhne landete nach dem enttäuschenden 25. Platz über 20km diesmal auf dem 12. Rang. Der Berliner Sportsoldat, bei Olympia 2004 in Athen auf der langen Strecke disqualifiziert, kämpfte sich kontinuierlich nach vorn und ging nach zwei Verwarnungen Gefahr, disqualifiziert zu werden. Der 30-Jährige erreichte damit die beste Platzierung der deutschen Geher, nachdem am Vortag Sabine Zimmer (Wattenscheid) über 20km auf Rang 15 gelandet war.

Höhne meinte im Ziel: "Ich war extrem unzufrieden über 20km und habe gezeigt, dass ich kein Loser bin. Aber es hat leider nicht zu Platz acht gereicht." Mit Blick auf die WM 2009 in seiner Heimatstadt Berlin sagte er: "Nächstes Jahr werde ich angreifen, irgendwann werde ich belohnt."

Auf die Frage, wie er die Zeiten der Medaillengewinner einschätzt, meinte er vielsagend grinsend: "Gut." Dann stellte Höhne die Forderung nach weltweiten Dopingkonrollen.

Li Jianbo bricht ein

Chinas Hoffnung auf eine dritte Medaille erfüllte sich nach bisher zweimal Bronze nicht. Nachdem er neben den späteren Medaillengewinnern lange in der vierköpfigen Spitzengruppe gelegen hatte, fiel Li Jianbo immer weiter zurück und landete in 3:52:20 nur auf Rang 14. Er wurde dennoch begeistert empfangen im Nationalstadion, das erneut fast ausverkauft war, obwohl dort am Vormittag nur noch der Zehnkampf ausgetragen wurde.

Schwazer, ein vor drei Jahren nach der Steigerung um 15 Minuten in die Weltklasse vorgestoßener früherer Eishockey-Spieler und Radsportler, wird trainiert von Sandro Damilano. Dieser hatte 1980 in Moskau schon seinen Bruder Maurizio zu Gold im 20km-Gehen geführt. Über 50 Kilometer war es bereits Italiens drittes Olympia-Gold. Für Australien war es die erste Medaille bei Olympia über 50km.

© SID

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