Bei hohen Umsätzen:
Dax verliert ein Prozent

Händler begründen das leichte Minus mit Gewinnmitnahmen.

vwd FRANKFURT. Mit schwächeren Notierungen zeigen sich die deutschen Aktien am Donnerstagmittag. Der Dax verliert bis 12.15 Uhr 74 Punkte oder 1,1 % auf 6 719 Punkte. Händler sprechen wegen des relativ hohen Umsatzes auf der Verkaufseite von deutlichen Gewinnmitnahmen. Bei den einzelnen Branchen notieren lediglich Autos, Chemie und Konsum im Plus. Banken finden sich dagegen deutlicher auf der Abgabeseite. Die "wie erwartet" ausgefallene Zinssenkung der US-Notenbank habe wohl keine großen Auswirkungen mehr auf die deutschen Aktien, heißt es. Der Markt werde sich in den kommenden Monaten auf weitere negative Gewinnmeldungen der Unternehmen einstellen müssen.

Außerdem sei mit einer technischen Korrektur bei den zuvor gut gelaufenen Technologie- und Bankwerten zu rechnen. "Dafür sprechen auch die negativen Presseberichte und Zahlen von heute", heißt es. So könne die Commerzbank ein schlechter als erwartetes viertes Quartal 2000 ausweisen. Commerzbank verlieren 1,8 % auf 32,36 Euro. Die Zahlen für das Gesamtjahr 2000 der Deutsche Bank liegen Händlerangaben zufolge am unteren Ende der Prognosen. Sie rechnen im Tagesverlauf mit weiteren ausgeprägten Gewinnmitnahmen bei Deutscher Bank. Die Titel verlieren 6,5 % auf 97,74 Euro.

Über den Erwartungen liegen nach Angaben von Marktteilnehmern die Epcos-Zahlen. Auch der Ausblick sei sehr positiv, heißt es weiter. Der Kurs legt deutlich um 2,6 % auf 93,90 Euro zu. Siemens leiden unter Marktgerüchten, wonach Dresdner Kleinwort Wasserstein die Gewinnschätzungen um rund 18 % nach unten revidiert habe. Die Titel verlieren 1,5 % auf glatt 153 Euro. Daneben seien auch die Umsatz-Schätzungen für Infineon um 15 % nach unten korrigiert worden, heißt es weiter. Infineon zeigen sich mit 1,5 % auf 47,18 Euro im Minus.

Der Gerichtsbeschluss, wonach die Deutsche Telekom ab Februar eine Großhandels-Flatrate anbieten muss, scheint den Titel zu belasten. Telekom geben rund 0,8 % auf 35,72 Euro ab. Die mit Spannung erwarteten, neuen Index-Ranking-Listen zum deutschen Aktienmarkt veröffentlicht die Deutsche Börse AG voraussichtlich erst am Donnerstag nach Handelsschluss. Spekulationen im Vorfeld halten einen Rauswurf von adidas-Salomon zunehmend wahrscheinlicher als den von Karstadt-Quelle. Adidas-Salomon geben daher um 1,9 % auf glatt 76,25 Euro nach, wogegen Karstadt-Quelle um 1,7 % auf 38,30 Euro zulegen.

In der zweiten Reihe berichten Händler von größerem Kaufinteresse bei MLP. Grund dafür dürften Spekulationen über eine Aufnahmen in den Dax, sowie die guten Unternehmenszahlen vom Mittwoch sein. Daneben beflügele auch die Erhöhung des Kurszieles durch Morgan Stanley Dean Witter auf 155 Euro, heißt es weiter. Die Aktien gewinnen 1,7 % auf 140,60 Euro. Der Rentenmarkt zeigt sich am Mittag etwas fester, und der MDax notiert unverändert. Im Nemax-50-Index fallen die Kurse im Durchschnitt um drei Prozent. Der Future auf den S&P-500-Index verliert aktuell 0,6 %, während der Nasdaq-Future 0,9 % leichter notiert.

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