Bei SAP überwiegt Pessimismus
Dax beendet Handel ohne Schwung

Gedämpfte Konjunkturaussichten nach einer Rede des US-Notenbankchefs Alan Greenspan und höhere Ölpreise haben am Mittwoch die anfängliche Kaufstimmung für Aktien beendet. Die Börsen in Amerika und Europa reagierten überwiegend mit Verlusten.

dpa / Frankfurt/Main. Der Deutsche Aktienindex beendete das Geschäft in Frankfurt bei 5318,55 Punkten um 0,47 Prozent geschwächt. Am Morgen hatten feste High-Tech-Titel den Markt klar ins Plus gehoben. Am Neuen Markt konnte der NEMAX 50 allerdings ein geringes Plus bis Handelsende retten. Er legte um 0,2 Prozent auf 952,71 Punkte zu. "Es ist aber kein Herz dahinter", urteilte ein Wertpapierhändler in Düsseldorf. Die Umsätze in diesem Börsensegment blieben weiterhin sehr gering. Der MDax aus 70 mittelgroßen Aktiengesellschaften schloss mit einem Minus von 0,13 Prozent bei 4515,29 Zählern.

EPCOS verteidigte trotz des schwachen Börsentrends ihre Kursgewinne. Die Aktien des Herstellers elektronischer Bauelemente kletterten um 3,62 Prozent auf 53,23 Euro, während das Kursplus bei Infineon auf 1,03 Prozent zurückging. Die Aktien des deutschen Chipherstellers kosteten damit 23,95 Euro.

"SAP-Aktionäre sehen nach den steigenden Kursen der vergangenen Tage in den Quartalszahlen jetzt einen Grund zum Verkaufen", sagte ein Händler in Frankfurt zur ausgeprägt schwachen SAP-Aktie. Mit einem Verlust von 3,07 Prozent auf 154,60 Euro stellte die Aktie das Schlusslicht im Dax. Am Donnerstag werden die Walldorfer ihre Bilanz für das erste Geschäftsquartal vorlegen. Nach der Dividendenzahlung gab die Volkswagen-Aktie um 1,64 Prozent nach auf 58,65 Euro.

In New York verlor die technologielastige Nasdaq 0,4 Prozent auf 1809 Punkte und der Industriewerteindex Dow Jones fiel an der Wall Street um 0,74 Prozent ins Minus auf 10 224 Punkte. In London schloss der FT-SE 100 leicht im Plus, während die Börse in Paris sich knapp behauptete. Der EuroStoxx aus 50 wichtigen Aktien der Eurozone stand um 0,1 Prozent im Plus bei 3746,69 Punkten.

Der Ölpreis zog spürbar an. Der maßgebliche Juni-Future für Rohöl der Sorte Brent stieg in London um 1,83 Prozent auf 25,03 Dollar je Fass (159 Liter). Damit hat der Ölpreis seit dem Schlussstand vom Freitag um 1,87 Dollar zugelegt. Der Rentenmarkt gab erneut leicht nach. Der Rentenmarktindex (REX) verlor 0,3 Prozent auf 111,31 Punkte. Der Bund Future zog hingegen um 0,01 Prozent auf 105,44 Punkte an. Die Umlaufrendite wurde von der Deutschen Bundesbank bei 5,07 (Dienstag: 4,99) Prozent ermittelt.

Der Euro wurde am Devisenmarkt kaum verändert gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,8880 (Dienstag: 0,8803) US- Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,1261 (1,1360) Euro.

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