Bei Wartungsarbeiten
Zwischenfall im französischen AKW Cattenom

afp CATTENOM. Im französischen Atomkraftwerk Cattenom an der Mosel hat sich ein Zwischenfall ereignet. Wie ein Sprecher des Kraftwerks am Freitag mitteilte, stellten Arbeiter bei Wartungsarbeiten am Reaktorblock eins fest, dass an einigen Gelenkwellen zur Steuerung einer Berieselungsanlage kleine Drahtstifte fehlen. Die Anlage dient dazu, bei einem Unfall den überhitzten Reaktor mit Wasser zu kühlen. Der Zwischenfall wurde auf der sieben Punkte zählenden internationalen Störfallskala mit eins eingestuft.

Die Gelenkwellen werden den Angaben zufolge von außerhalb des Reaktorgebäudes gesteuert. Sie seien seit der Inbetriebnahme des Atomkraftwerks vor 14 Jahren bereits über hundert Mal getestet worden und hätten stets einwandfrei funktioniert, betonte der Sprecher. Dennoch sollten die fehlenden Stifte nun angebracht werden. Der fragliche Reaktorblock war Ende Oktober für Wartungsarbeiten ausgeschaltet worden. Er soll Ende Dezember wieder ans Netz gehen. Das AKW Cattenom liegt im deutsch-französisch-luxemburgischen Dreiländereck. Es besteht aus vier Reaktoren mit einer Kapazität von jeweils 1300 Megawatt und ist damit eines der größten Atomkraftwerke in Europa.

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