Bei zu viel entgegen gehen auf Union: DGB will notfalls zu Protesten gegen Reform aufrufen

Bei zu viel entgegen gehen auf Union
DGB will notfalls zu Protesten gegen Reform aufrufen

Die Gewerkschaften haben erbitterten Widerstand gegen die Unions-Vorschläge für die Gesundheitsreform angekündigt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) will zu Protesten aufrufen, falls Rot-Grün der Union zu weit entgegenkommt, erklärte DGB-Vize Ursula Engelen-Kefer in Berlin.

HB/dpa BERLIN. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi nannte die Unions-Rezepte am Donnerstag einen "Anschlag auf die soziale Sicherheit und Gesundheit der Menschen". "Damit versündigen sich die Unionsparteien an den Menschen."

Anders als die Union halten die Gewerkschaften es nicht für vordringlich, die Kassenbeiträge rasch zu senken. Vielmehr reiche es aus, einen weiteren Anstieg zu verhindern. Die Gewerkschaften plädieren dafür, zunächst die Strukturen der Versorgung reformieren und dann erst die Finanzreform angehen.

Dagegen besteht die Union darauf, die Kassenbeiträge deutlich zu senken. Nach Ansicht von CDU/CSU sind die hohen Sozialbeiträge eine Hauptursache für die Arbeitslosigkeit. Die Union will den Kassenbeitrag der Arbeitgeber einfrieren, die Zahnbehandlung aus dem Leistungskatalog streichen und die Zuzahlung der Patienten ausweiten. Dies soll den Kassenbeitrag von heute 14,4 auf 13 % senken.

Verdi-Vorstandsmitglied Beate Eggert warf der Union vor, die soldarische Krankenversicherung zerschlagen zu wollen. Der Sozialverband VdK kritisierte, die Union wolle einseitig die Versicherten belasten. "Werden die Vorschläge Gesetz, dann kann man an den Zähnen sehen, wer sich noch eine ordentliche Zahnbehandlung leisten kann und wer nicht", sagte VdK-Präsident Walter Hirrlinger.

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