Archiv
Beide Ferrari im freien Training in Sao Paulo vorn

Michael Schumacher musste zum Auftakt des Großen Preises von Brasilien seinem Ferrari-Teamkollegen Rubens Barrichello den Vortritt lassen.

dpa SAO PAULO. Michael Schumacher musste zum Auftakt des Großen Preises von Brasilien seinem Ferrari-Teamkollegen Rubens Barrichello den Vortritt lassen.

Der Südamerikaner fuhr in seinem "Kinderzimmer" Autodromo José Carlos Pace im Training unter großem Jubel, Sprechchören und Sambaklängen Bestzeit vor dem siebenmaligen Formel-1-Weltmeister. Barrichello bewies damit eindrucksvoll und wie von Schumacher prognostiziert, dass er beim Versuch, im zwölften Anlauf endlich sein Heimrennen gewinnen zu können, keine Schützenhilfe benötigt. "Wenn Rubens siegen würde, würde ich ihm das gönnen", sagte der Kerpener.

Barrichello benötigte auf dem anspruchsvollen Berg-und-Tal-Kurs, hinter dessen Haupttribüne er aufgewachsen ist, 1:11,166 Minuten. Schumacher war im roten Duell 0,168 Sekunden langsamer. "Ich bin ganz zufrieden", sagte der viermalige Brasilien-Sieger. Einen guten Einstand beim Saisonfinale in Sao Paulo feierte Mclaren-Mercedes-Mann Kimi Räikkönen als Dritter. "Das waren gute und konstante Zeiten unter Rennbedingungen", lobte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug den Finnen.

Einigermaßen zufrieden war auch Williams-BMW-Pilot Ralf Schumacher (Kerpen) mit Rang 10. "Ein problemloser Tag. Die Strecke ist aber unheimlich uneben", sagte er. Das deutsche Jordan-Duo Nick Heidfeld (Mönchengladbach) und Timo Glock (Wersau) musste sich mit den Plätzen 19 und 22 begnügen.

Im Vorfeld hatte Michael Schumacher noch erklärt, für Träume und Sentimentalitäten sei im Grand-Prix-Sport kein Platz. "In der Formel 1 geht es nicht um Träume, sondern um die Realität", hatte der Rheinländer Schützenhilfe für Barrichello abgelehnt. "Ich weiß, dass ein Sieg hier einer seiner größten Träume ist." Schumacher schätzt den Südamerikaner als stark genug ein, auch ohne seine Unterstützung erstmals bei seinem Heimrennen triumphieren zu können.

Entscheidend ist für Schumacher, dass beim Saisonfinale die Roten das Rennen unter sich ausmachen. "Zielsetzung ist, dass ein Ferrari gewinnt und der andere den zweiten Platz belegt." Der 35-Jährige hofft auf den neunten Doppelsieg als krönenden Abschluss eines weiteren Traumjahres. Trotz aller Zuversicht geht Schumacher aber nicht davon aus, dass der Grand Prix ein Selbstläufer wird. "Mclaren-Mercedes sollte hier stark sein. BAR müssen wir beachten und mein Bruder Ralf zählt ebenfalls zum Favoritenkreis", listete er eine Reihe ernsthafter Konkurrenten auf. "Das wird kein leichtes Spiel für uns."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%