Beide Indizes fallen deutlich unter 800 Punkte
Neuer Markt stürzt ungebremst in die Tiefe

Die Hoffnung darauf, dass sich Technologieaktien nach den Verlusten der letzten Zeit stabilisieren, ist verflogen. Auch am Donnerstag ging es am Neuen Markt weiter steil bergab.

HB FRANKFURT/M. Die Unsicherheiten, die sich aus der politischen Großwetterlage ergeben, drücken weltweit auf die Kurse. Zum Teil lässt sich ein weiteres Absinken sicher fundamental mit schlechteren Unternehmensperspektiven auf Grund eines drohenden Konjunktureinbruchs begründen. Meldungen über Entlassungen bei Luftverkehrs- und Touristikfirmen sowie in der Finanzbranche drücken zusätzlich auf die bereits miserable Stimmung. Das lässt die Kurse auf breiter Front einbrechen, ohne Rücksicht darauf, wie weit sie in den vergangenen Monaten bereits in den Keller gefallen sind. Am Donnerstag fiel der Nemax-All-Share bis zum Abend um weitere 5,9 % auf 764 Punkte, der Nemax 50 verlor 6,2 % auf 749 Punkte. Dass beides historische Tiefststände sind, ist kaum noch erwähnenswert. Der eigentliche Vorteil einer börsennotierten Gesellschaft, nämlich der leichtere Zugang zu Finanzierungsmitteln, hat auf diesem Niveau keinen Bestand mehr. Einigen Firmen am Neuen Markt wird das in den kommenden Monaten zum Verhängnis werden. Je länger die Flaute anhält, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit weiterer Insolvenzen.

Weiter nach unten ging es am Donnerstag mit Ixos. Die Gesellschaft hatte als eine der ersten am Neuen Markt negative Folgen der Anschläge in den USA auf das eigenen Geschäft eingeräumt. Der Kurs sank auf das neue Tief von 4,64 Euro. Mit einem Verlust von 9,4 % waren die Münchner damit einer der größten Verlierer im Nemax 50. Noch dahinter befanden sich Consors (- 11,6 %) und Comdirect (- 12,6 %) DAB gaben 8 % nach.

Die Reaktion auf die Meldung von Kontron , den belgischen Anbieter Micro Automation Technology M.A.T. für 1,26 Mill. DM in bar übernommen zu haben, hatte sich der Anbieter miniaturisierter Computer bestimmt anders vorgestellt. Die Aktie verlor 10 % auf 11,70 Euro. MAT erzielte im Jahr 2000 einen Umsatz von 5 Mill. DM und eine Marge auf Basis des Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 8 %.

Nicht einmal Großaufträge können die Kurse stabilisieren. Das musste Aixtron erkennen. Trotz zweier Aufträge mit einem Volumen von 6 Mill. Euro aus den USA und Taiwan sank der Kurs um 9,3 % auf 16,24 Euro. Weiter aufwärts ging es dagegen mit Biodata. Der Kurs legte 12 % zu.

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