Beide Läder vereinbarten gleichzeitig jährliche Gipfeltreffen
Russland und Indien wollen gemeinsam Terrorismus bekämpfen

Reuters NEU-DELHI. Russland und Indien wollen künftig enger bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus und in der Verteidigungspolitik zusammenarbeiten. Der russische Präsident Wladimir Putin und der indische Ministerpräsident Atal Behari Vajpayee unterzeichneten am Dienstag ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft beider Länder. Putin sagte, bei seinen Gesprächen seien die gemeinsamen langfristigen nationalen und geopolitischen Interessen deutlich geworden. Gleichzeitig vereinbarten beide Länder jährliche Gipfeltreffen sowie eine engere Zusammenarbeit bei den Vereinten Nationen. Vajpayee betonte, die Abkommen bedeuteten keine Rückkehr zu der früher zwischen beiden Ländern bestehenden strategischen Allianz.

Beide Politiker äußerten ihre Besorgnis über die radikal- islamische Taliban-Führung in Afghanistan. Die Geheimdienste Russlands und Indiens würden künftig bei der Bekämpfung des aus Zentralasien drohenden Terrorismus enger zusammenarbeiten. Russland kämpft in Tschetschenien gegen moslemische Rebellen. Indien sieht sich moslemischen Separatisten in Kaschmir gegenüber. Indien wirft Pakistan vor, die Kaschmir-Rebellen militärisch zu unterstützen.

Der Besuch Putins gilt auch als Chance, den nach dem Ende der Sowjetunion drastisch zurückgegangenen Handel wieder anzukurbeln. Während das Handelsvolumen 1990 noch 5,5 Mrd. $ betrug, ging es im vergangenen Jahr auf 1,5 Mrd. Doller zurück.

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