Beide Seiten haben ihre Positionen dargelegt
Gespräche zwischen Süd- und Nordkorea stocken

Die Gespräche zwischen Süd- und Nordkorea über eine Fortsetzung ihres Annäherungsprozesses sind ins Stocken geraten. Nordkorea sagte am Donnerstag ein für den Vormittag geplantes Treffen mit dem Sondergesandten des südkoreanischen Präsidenten ab.

dpa SEOUL. Ein neuer Gesprächstermin sei noch nicht vereinbart worden, sagte ein Sprecher des Vereinigungsministeriums in Seoul. Bei Kontakten auf "Arbeitsebene" hätten beide Seiten versucht, bestehende Meinungsverschiedenheiten zu überbrücken.

Der Sekretär der nordkoreanischen Arbeiterpartei, Kim Yong Sun, war am Mittwoch der offizielle Gesprächspartner des ehemaligen südkoreanischen Vereinigungsministers und jetzigen Präsidentenberaters Lim Dong Won. Ob ein von Seoul erhofftes Treffen Lims mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il stattfinden wird, war zunächst ebenfalls unklar.

"Beide Seiten haben ihre Positionen dargelegt", sagte der Sprecher in Seoul. Die südkoreanische Delegation habe Nordkorea aufgerufen, Gespräche über neue Treffen getrennter Familien, gemeinsame Wirtschaftsprojekte und vertrauensbildende Maßnahmen zwischen den Militärs zu führen. Die nordkoreanische Seite habe dagegen von Südkorea eine Klärung der Frage verlangt, wer die derzeit schwierige Situation auf der Halbinsel zu verantworten habe und ob Südkorea die Absicht zur Zusammenarbeit ohne den Einfluss der USA habe.

Aus dem Gespräch mit seinem südkoreanischen Verhandlungspartner wurde Kim wurde vom nordkoreanischen Staatsrundfunk mit den Worten dass "angriffslustige Kräfte" in Südkorea und den Vereinigten Staaten die Halbinsel an den Rand einer Krise getrieben hätten.

Lim war im Auftrag von Präsident Kim Dae Jung nach Nordkorea gereist, um den Dialog beider Staaten wieder auf den Weg zu bringen und eine mögliche Krise auf der geteilten Halbinsel zu verhüten. Es sind die ersten offiziellen Gespräche zwischen beiden Seiten seit einem ergebnislosen Ministertreffen im vergangenen November. Das Verhältnis hatte sich zusätzlich wegen Spannungen zwischen Washington und Pjöngjang abgekühlt.

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