Beier wirbt für Cross-Spektakel
Deutsche Snowboarder in Zugzwang

Die deutschen Snowboarder sind in Zugzwang. Nach dem medaillenlosen Auftritt der Halfpipe-Spezialisten bangt Alpin-Trainer Uwe Beier vor der Entscheidung im Parallel-Riesenslalom am Donnerstag und Freitag um die Förderung für die Sportart, die für ihn völlig unverständlich noch immer keinen Stammplatz an den "Fleischtöpfen" hat.

dpa SALT LAKE CITY. "Ein Drittel der Leute, die sich im Schnee bewegen, sind Snowboarder. Daran sollte man auch mal denken, wenn es um weit reichende Entscheidungen geht", argumentiert er.

Der 32-jährige Münchner setzt seine Schützlinge nicht unter Druck. Nicht einmal Heidi Renoth aus Berchtesgaden, die 1998 mit Silber im Riesenslalom für eine Überraschung sorgte. "Ich will nicht sagen, dass ich eine Medaille erwarte, aber wer die erste Runde im Finale übersteht, für den ist alles möglich", sagte Beier.

Wenn man in dem K.o.-Wettbewerb, bei dem zwei Starter direkt gegeneinander antreten, ganz vorn landen will, braucht man einschließlich der Qualifikation neun annähernd konstante Läufe. Dass Markus Ebner (Ingolstadt), Mathias Behounek (Rosenheim) und Heidi Renoth dazu in der Lage sind, haben sie mit Podestplätzen beim Weltcup in dieser Saison bewiesen. Katharina Himmler (München), die für ein privates Sponsoren-Team an den Start geht, hat wohl nur Außenseiter-Chancen.

Mit dem Umstieg vom Riesenslalom auf den Parallel-Wettbewerb kam bereits Bewegung ins olympische Programm, das nur zwei Snowboard- Wettbewerbe anbietet. Beier ist für eine Erweiterung des Programms. "Gerade der Cross, wo mehrere Snowboarder auf einmal auf der Piste sind, ist ein spannendes Spektakel", wirbt der Trainer des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) um mehr Anerkennung. "Nach Olympia muss man einen Schnitt machen und sehen, wo es hingeht. So viel ich weiß, wird über den Cross schon diskutiert. Bis zum Frühjahr soll eine Entscheidung fallen."

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