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Beiersdorf erfreut Börse mit Rekordzahlen

Der Beiersdorf-Konzern hat im abgelaufenen Jahr Rekordwerte bei Umsatz und Ertrag erzielt und peilt für 2001 weitere Zuwächse an. Wie der Hamburger Kosmetik- und Pharmakonzern am Montag mitteilte, erhöhte sich der Umsatz um gut 13 % auf 4,1 Mrd. Euro.

Reuters HAMBURG. Etwa die Hälfte davon trug Nivea bei, deren Geschäft erstmals auf über zwei Mrd. Euro Umsatz wuchs. Proportional zum Gesamtwachstum legte der Vorsteuergewinn auf etwa 385 Mill. Euro zu. Für 2001 prognostizierte Beiersdorf einen Umsatzzuwachs um acht Prozent und eine weitere Steigerung des Gewinns. Der Kurs der Beiersdorf-Aktie legte nach Bekanntgabe der Zahlen kräftig zu.

Wie Beiersdorf mitteilte, kletterte der Jahresüberschuss 2000 auf die Rekordhöhe von 225 Mill. Euro. Das entspreche einer Nettoumsatzrendite von über fünf Prozent. Die endgültigen Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr sollten nach der für Ende März geplanten Aufsichtsratssitzung auf einer Bilanzpressekonferenz am 24. April vorgelegt werden.

Unter den einzelnen Sparten hob Beiersdorf das Kosmetikgeschäft hervor, dessen Umsatz getragen von Nivea um 15,5 % auf knapp 2,6 Mrd. Euro wuchs. Nivea legte den Angaben eines Beiersdorf-Sprechers zufolge sogar um 17 bis 18 % zu und übersprang damit erstmals die Marke von zwei Mrd. Euro Umsatz. Die Umsatzrendite der Gesamtsparte auf Basis des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen (Ebit) lag bei über zwölf Prozent.

Die Sparte medical wuchs mit fast zwölf Prozent ebenfalls kräftig und erzielte einen Umsatz von 858 Mill. Euro. Die Umsatzrendite der Sparte habe voraussichtlich bei über drei Prozent gelegen. Die Eingliederung des Elastoplastgeschäfts und die Vorbereitungen für das Gemeinschaftsunternehmen mit dem britischen Sanitätshaus Smith & Nephew entwickelten sich planmäßig, hieß es.

Nach Jahren mit rückläufigem Umsatz erzielte tesa den Angaben zufolge im Jahr 2000 wieder ein deutliches Wachstum. Der Umsatz nahm um 6,4 % auf 668 Mill. Euro zu, die Umsatzrendite erhöhte sich auf über vier Prozent.

Tesa soll bis April 2001 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Dabei werde ein späterer Börsengang nicht ausgeschlossen, stehe aber zurzeit nicht auf der Tagesordnung, sagte ein Unternehmenssprecher. Beiersdorf plant schon seit längerem, dem tesa-Geschäft eine eigene Struktur zu geben. Dies habe vor allem Gründe der Vermarktungstechnik, erläuterte der Sprecher. 70 % des tesa-Geschäfts wird mit Industriekunden abgewickelt.

Der Kurs der Beiersdorf-Aktie legte am Vormittag um fast fünf Prozent auf 105,10 Euro zu.

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