"Beihilfe zum Mord"
Israel verlangt Auslieferung eines Fatah-Führers

Israel hat am Sonntag von der Palästinenser-Regierung die Auslieferung eines führenden Vertreters der zu Palästinenser-Präsident Jassir Arafat gehörenden Fatah-Bewegung verlangt.

Reuters JERUSALEM. In einer in Jerusalem veröffentlichten Mitteilung des Justizministeriums hieß es, Marwan Barghuthi werde mit Haftbefehl im Zusammenhang mit Schießereien im Westjordanland gesucht, wobei auch ein griechisch-orthodoxer Mönch getötet worden sein soll. Barghuthi wies die Anschuldigungen zurück. Er habe mit bewaffneten Gruppen, die der Fatah zugerechnet werden, nichts zu tun, sagte er.

In der Mitteilung des israelischen Justizministeriums hieß es, Barghuthi werde der Beihilfe zum Mord und der Beihilfe zum Mordversuch beschuldigt. Zudem habe er ohne Erlaubnis Waffen besessen und ohne Genehmigung an militärischen Übungen teilgenommen. Auch gehöre er einer illegalen Organisation an.

Barghuthi sagte dagegen, er habe zum militärischen Flügel keinerlei Kontakte. "Ich habe eine politische Rolle in der Intifada (palästinensischer Aufstand), die solange anhalten wird wie die (israelische) Besetzung anhält." Bislang hat die Palästinenser-Regierung keinen Palästinenser an Israel ausgeliefert.

Bei dem seit etwa einem Jahr anhaltenden Aufstand der Palästinenser sind bislang mehr als 700 Menschen getötet worden.

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