Beim Analystentreffen in Frankfurt
Finanzchef Genz rechnet mit weniger Verlust bei Chrysler

Daimler-Chrysler kommt bei der Restrukturierung der angeschlagenen Chrysler-Group besser voran als geplant. Der operative Verlust bei Chrysler könne aus heutiger Sicht möglicherweise etwas geringer ausfallen als im Februar noch mit 2,2 bis 2,6 Milliarden Euro (bis zu 5,1 Mrd DM) vorhergesagt, sagte Finanzvorstand Manfred Gentz laut einem Bericht der «Stuttgarter Zeitung» (Mittwochausgabe) auf einer Analystenkonferenz in Frankfurt.

STUTTGART/FRANKUFRT/M. Alle Faktoren, die Chrysler selbst beeinflussen könnte, habe man im Griff, sagte Gentz. Damit bestätigte er frühere Äußerungen von Chrysler-Präsident Dieter Zetsche. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem Materialkosten, interne Kosten sowie die Personalmaßnahmen, wo Chrysler, wie zu erfahren war, im Moment besser als geplant dasteht.

Als größte Unsicherheit werde die Marktentwicklung in den USA betrachtet. Der für die Marke Mercedes-Benz zuständige Daimler-Chrysler-Vorstand Jürgen Hubbert sagte auf einer Veranstaltung am Dienstag in Stuttgart, er rechne mit 16,4, bis 16,5 Millionen verkauften Pkw in diesem Jahr in den USA. Dies würde Chrysler bei der Restrukturierung helfen. Im Vorjahr hatten die Amerikaner noch die Rekordzahl von 17,4 Millionen Autos gekauft.

Die von Chrysler im Rahmen des milliardenschweren Sanierungsprogramm vorgesehene Kürzung der Zuliefererpreise sei weitgehend von allen akzeptiert und über die Bühne gebracht worden. Hubbert sagte, Chrysler habe in der amerikanischen Automobilbranche den Ruf einer «Golden Goose» (Goldenen Gans) gehabt, bei der die Zulieferer etwas mehr bekommen hätten als woanders, sagte Hubert. Dies sei nun abgestellt worden. Zu dem Sanierungsprogramm gehören außerdem der Abbau von 26 000 Jobs, die Schließung von sechs Fabriken und eine Produktionssenkung von 15 Prozent.

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