Beim FFM-Fonds und dem UniFonds ist die Top-Bewertung in greifbarer Nähe gerückt
Auf- und Absteiger beim Fondsrating

Angesichts der Fülle angebotener Investmentfonds suchen Anleger Orientierung. Ratings bündeln die Ergebnisse umfassender Analysen in einer Gesamtbewertung - ähnlich einer Schulnote.

ina FRANKFURT/M. Der FMM-Fonds und der UniFonds stehen jetzt beim Fondsresearch-Anbieter Feri Trust auf der "Beobachtungsliste". Bei den Produkten von Frankfurt-Trust und Union Investment sind demnach bald Rating-Veränderungen denkbar. In beiden Fällen könnte aus der zweitbesten Einstufung "(B)" die Bestnote "(A)" werden.

Die Beispiele der beiden relativ bekannten Investmentfonds illustrieren den Wert der rechts außen abgedruckten Tabelle als Frühwarnsystem für mögliche Bewertungswechsel. Das Handelsblatt veröffentlicht diese Liste monatlich und exklusiv. Die Gründe für mögliche Veränderungen der Bewertung sind zusätzlich aufgeführt: Verbesserungen bzw. Verschlechterungen bei der Performance bzw. beim Risiko, in der Kommentarspalte durch die Kürzel "P+" (wie in den Beispielen FMM-Fonds und UniFonds), "R+" (trifft ebenfalls auf UniFonds zu), oder "P-" bzw. "R-" gekennzeichnet. An möglichen Veränderungen können auch Managerwechsel ("MW") oder Strategieänderungen ("S") einen Anteil haben. Derartige Ereignisse bringen einen Fonds ebenfalls auf die Beobachtungsliste.

In der aktuellen Beobachtungsliste fallen neben dem genannten Produkt für internationale Aktien von Frankfurt-Trust (BHF-Bank) und jenem für deutsche Werte von Union Investment (genossenschaftliche Bankengruppe) zwei Fonds der Deutsche-Bank-Investmentgesellschaft DWS auf. Der auf internationale Aktien ausgerichtete Intervest glänzt zwar mit guter Wertentwicklung und hat noch das Top-Rating "(A)", scheint aber Probleme in der Risikobetrachtung zu haben. Nur eine durchschnittliche Gesamtnote "(C)" bekommt bisher der DWS Europäische Aktien Typ O; angesichts der verschlechterten Risikoprofils ist hier eine Herabstufung denkbar.

Ein weiterer exklusiver Leserservice ist die Übersicht über die Investmentfonds mit markanten Ratingveränderungen. Die Liste rechts bietet eine vollständige Übersicht über alle Produkte, bei denen sich das Rating im aktuellen Zwölfmonats-Rückblick (hier Ultimo November 2000 bis Ultimo November 2001) um mindestens zwei Bewertungsklassen verändert hat.

>>Absteiger
>>Aufsteiger
>>Beobachtungsliste
>>Neuratings

Die Bewertungen bieten Investoren eine Orientierungshilfe bei der Produktwahl innerhalb der gleichen Anlagegruppe; Ratings von Fonds aus unterschiedlichen Anlagegruppen sind nicht vergleichbar. Per saldo gibt das Rating Aufschluss darüber, inwieweit der Fonds für einen mittelfristigen Zeitraum eine stabile überdurchschnittliche Wertentwicklung bei relativ niedrigem Risiko ausweist.

Zur Notengebung: Die Feri-Strategen bilden in den wichtigsten Fondsgruppen fünf Qualitätsstufen auf einer Skala von "(A)" für sehr gut bis "(E)" für schwach. Die Gesamtnote wird zu 70 % durch die Ergebnisse der Performanceanalyse bestimmt, zu 30 % durch das Risiko. Bei den Performanceaspekten zählt zum einen die Wertentwicklung im Verhältnis zum Vergleichsindex und zu anderen Fonds mit ähnlicher Ausrichtung. Zum anderen fließt die Stabilität der Wertentwicklung sowie das Fondsverhalten in Auf- und Abschwungphasen an der Börse mit in die Bewertung ein.

Für ein Rating kommen nur Produkte in Frage, die fünf Jahre oder länger existieren. Daher fehlen die Bewertungen im Performancebericht über Aktienfonds für Biotechnologie-und Pharmawerte unten auf dieser Seite. Darüber hinaus werden nur Noten vergeben, wenn es mindestens 20 Konkurrenzfonds gibt. Außerdem fallen einige Produktgruppen vollständig aus der Benotung heraus, beispielsweise bei generell sehr stetigen Wertentwicklungen. Dazu zählen insbesondere Geldmarktfonds. In anderen Produktgruppen erschweren extrem unterschiedliche Anlageausrichtungen eine vergleichende Bewertung. Das trifft vor allem auf gemischte Fonds zu.

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