Beim Konzert mit Lenny Kravitz
Microsoft stellt neue Zugangssoftware MSN 8.0 vor

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft hat mit der neuen Programmversion MSN 8.0 im Kampf um Kunden für seinen Internet-Zugangsdienst mit dem Hauptkonkurrenten AOL Time Warner nachgezogen. AOL hatte vor rund einer Woche die neue Version AOL 8.0 auf dem Markt gebracht. Microsoft-Mitgründer Bill Gates zeigte sich optimistisch, nun den Marktanteil zu steigern.

Reuters NEW YORK. "Auf vielen Gebieten waren wir die Herausforderer. Aber wenn wir es einmal geschafft haben, eine bessere Software zu haben, verbessern wir sie immer weiter. Deswegen denke ich, werden wir ein bedeutender Mitspieler in dem Markt sein", sagte Gates bei der Vorstellung von MSN 8.0 in New York. Microsoft feierte dort die neue Software im Central Park mit einem Konzert des Rockstars Lenny Kravitz.

Branchenanalysten zufolge sind die Funktionen von MSN 8.0 gleichwertig mit denen der AOL-Software, bei E-Mail und Browser sogar besser. "In jedem Test, den ich kenne, hat MSN gewonnen. Für einen Herausforderer ist das ein großer Meilenstein", sagte Gates. Der MSN Internetservice ist zwar die Nummer zwei, liegt aber mit rund neun Millionen Kunden weit abgeschlagen hinter AOL, dessen Internetsoftware weltweit 35 Millionen Menschen nutzen.

Microsoft will MSN-Zugang auch über andere Provider anbieten

Microsoft will Gates zufolge MSN auch offensiv solchen Surfern anbieten, die über einen anderen Provider das Internet nutzen. "Wir glauben, langfristig wird das einen wesentlichen Teil unseres Geschäfts ausmachen", sagte Gates. Einige Analysten gehen davon aus, dass Internet-Dienste, die unabhängig vom Zugangsanbieter sind, immer wichtiger werden. Internetdienste könnten so ihre Teilnehmer auch bei einem Wechsel zur Anbieter von Hochgeschwindigkeits-Übertragung halten. AOL gewann so fünf Prozent seiner rund 26,7 Millionen Kunden in den USA.

In San Francisco stellte Microsoft MSN unterdessen mit dem Unterhaltungskonzern Disney einen Internet-Zugangsdienst für Familien vor. Dabei sollen Eltern den Zugriff auf bestimmte Websites verhindern können. Für Kinder gibt es Startseiten mit Disney-Figuren wie Mickey Maus oder Donald Duck. Gates betonte in New York den Vorteil der Zusammenarbeit für den Softwarekonzern: "(Disney) verdient damit Geld, wenn sie Leute als Kunden für MSN gewinnen." Für Disney ist die Zusammenarbeit nach eigenen Angaben jedoch nicht der erste Schritt für eine größere Allianz mit Microsoft.

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