Beim Produktionsindex wird ein Plus von 6 Prozent erwartet
Elektrobranche profitiert von Euro-Schwäche

adx FRANKFURT/MAIN. Die aktuelle Euroschwäche bringt der Elektrobranche nach Verbandsansicht mehr Vor- als Nachteile. Aktuelle Schätzungen zeigten, dass rund drei Prozent der Wachstumsprognose für 2000 auf die Schwäche des Euro seit Jahresbeginn zurückzuführen sei, teilte der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) am Freitag in Frankfurt am Main mit. Beim Produktionsindex werde ein Plus von rund sechs Prozent erwartet. Einschränkend machte der Verband aber deutlich, dass auch eine moderate Aufwertung des Euro keine nachhaltig negativen Auswirkungen auf die Elektrokonjunktur haben werde.

Die einzelnen Märkte der Elektroindustrie seien unterschiedlich stark internationalisiert und reagierten zudem verschieden auf Preisveränderungen, hieß es weiter. Vorteile böten sich insbesondere auf Märkten, in denen der Wettbewerb aus den USA und Japan stark sei, betonte der Beispiele dafür seien die Informationstechnik, der Markt für Bauelemente oder die Consumer Electronics. Im Euroraum produzierenden Hersteller profitierten in diesen Segmenten von Preis- und Mengeneffekten. Auf der anderen Seite verteuerten sich Vormaterialien wie Halbleiter oder Kunststoffe. Dies spiegele sich auch in den Importzahlen wider, die seit Mitte vergangenen Jahres fast im Gleichschritt mit den Ausfuhren gewachsen seien, hieß es weiter.

Deutschland habe beim aktuellen Wechselkurs nicht mehr die "traditionelle Position eines typischen Hochkostenstandorts" inne, fasste der Verband zusammen. Das gelte allerdings auch für Wettbewerber in anderen Staaten des Euroraums, die darüberhinaus die notwendigen strukturellen Reformen "noch konsequenter" vorangetrieben hätten. Deshalb müsse die "aktuell günstige Konjunkturlage" genutzt werden, um diese auch in Deutschland weiter zu verfolgen.

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