Beim Spielen abgestürzt
Sechsjähriger nach acht Stunden aus Rohr gerettet

Nach nervenaufreibenden Rettungsarbeiten ist am frühen Samstagmorgen im niederländischen Kerkrade ein sechsjähriger Junge aus einem zehn Meter tiefen und 30 Zentimeter engen Plastikrohr lebend geborgen worden. Der aus Marokko stammende Junge war am späten Freitagnachmittag beim Spielen in das Rohr geraten, mit dem eine Grünfläche in einem Wohngebiet trocken gelegt werden sollte.

dpa KERKRADE. 75 Rettungskräfte der Feuerwehr, Polizei und des Technischen Hilfswerks aus den Niederlanden und dem benachbarten Aachen hatten das Rohr mit vier Baggern, Schaufeln und bloßen Händen freigelegt, bis sie zu dem eingeschlossenen Jungen vorgedrungen waren. Unterdessen pumpten Feuerwehrleute warme Luft und Sauerstoff durch das Rohr in die Tiefe, in der dem Jungen das Grundwasser nach Angaben der Retter bis zum Bauch stand.

Zudem hatten die Helfer ein Funkgerät durch den engen Schacht zum Jungen heruntergelassen. Zwei Feuerwehrleute hielten so ständig Kontakt zu ihm und versuchten ihn zu beruhigen. Als das Kind bereits erhebliche Ermüdungserscheinungen zeigte, gelang den Helfern der lebensrettende Durchbruch: Mit einer Fangschleife zogen die Retter den Jungen an beiden Handgelenken nach oben und brachten ihn auf der Schaufel eines Baggers wieder an die Oberfläche. Dort wurde es von seinem Vater in die Arme geschlossen.

Nach einer kurzen ärztlichen Versorgung wurde der Junge zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. An der Rettungsaktion war eine Einsatztruppe der Feuerwehrwehr Aachen beteiligt, die auf Rettungsaktionen unter der Erde spezialisiert ist.

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