Beitragsplus von bis zu 4 Prozent erwartet
Axa Deutschland scheut vor Prognose zurück

Der Versicherer Axa Deutschland will in diesem Jahr auf vergleichbarer Basis die Einnahmen um drei bis vier Prozent steigern, wagt wegen der unsicheren Lage an den Aktienmärkten aber weiterhin keine Ergebnisprognose.

Reuters KÖLN. Im ersten Quartal 2003 seien die vergleichbar gerechneten Beiträge um 6,4 % gewachsen, teilte die deutsche Tochter des französischen Axa-Konzerns am Montag in Köln mit. Nach einer Senkung der Kosten um 11,4 % auf 1,028 Mrd. ? im vergangenen Jahr, sollen 2003 weitere 50 bis 60 Mill. ? eingespart werden, kündigte Vorstandschef Claus-Michael Dill an. Das versicherungstechnische Ergebnis werde sich in diesem Jahr weiter verbessern. Da die weitere Entwicklung der Kapitalmärkte trotz der relativen Beruhigung in den vergangenen Wochen nur schwer einzuschätzen sei, sei eine Ergebnisprognose für 2003 aber nicht möglich.

Im vergangenen Jahr verringerte sich der operative Verlust aus dem Versicherungsgeschäft insbesondere durch eine Sanierung des Sachgeschäfts um 260 Mill. auf 160 Mill. ?. Durch einen Einbruch beim Kapitalanlageergebnis auf 1,73 (2001: 2,45) Mrd. ? fiel der Konzerngewinn 2002 auf vier (73) Mill. ?. Bereinigt um Sondereffekte stiegen die Beiträge 2002 um 2,4 % auf 6,55 Mrd. ?.

Nachdem mehrere Axa-Gesellschaften den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgeschriebenen Stresstest nicht bestanden hatten, sei der Finanzaufsicht mittlerweile die Kapitalanlagestrategie für 2003 präsentiert worden, teilte Dill mit. Die letzte Rückmeldung der Behörde stehe jedoch noch aus. Das Kapitalanlageergebnis solle in diesem Jahr durch eine niedrigere Aktienquote, Sicherungsgeschäfte (Hedging) und Erlöse aus vereinbarten Beteiligungsverkäufen wie etwa der Abgabe der Kölnischen Rück-Beteiligung abgesichert werden. Noch bei einem Eurostoxx von 2000 Zählern könnten die stillen Lasten in den Büchern in diesem und dem nächsten Jahr aus eigener Kraft ohne die Unterstützung der französischen Mutter bewältigt werden, sagte Dill. Den stillen Lasten in Aktien in Höhe von rund zwei Mrd. ? standen Ende 2002 Bewertungsreserven in Beteiligungen und Renten von rund 2,7 Mrd. ? gegenüber.

Dill betonte, die Axa Konzern AG wolle in dem sich konsolidierenden Versicherungsmarkt keinen angeschlagenen Wettbewerber übernehmen. An einer kleineren oder mittleren Übernahme eines Versicherers mit einer oder 1,5 Mrd. ? Umsatz sei er nicht interessiert.

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