Beitrittsverhandlungen mit EU nach 2003
Schweiz will international mehr Präsenz zeigen

dpa LUGANO. Die Schweiz will auf internationaler Bühne mehr Präsenz zeigen. Dazu gehören der angestrebte Beitritt zu den Vereinten Nationen, über den das Volk im übernächsten Jahr abstimmen soll, sowie die Beteiligung an internationalen Friedenstruppen. "Wenn wir unsere Interessen in der Welt optimal wahrnehmen wollen, müssen wir in der Welt auch verstärkt präsent sein", sagte Bundespräsident Adolf Ogi bei der Vorstellung der Leitlinien der schweizerischen Außenpolitik für die nächsten zehn Jahre am Donnerstag in Lugano. In dieser Zeit will die Regierung auch den Beitritt zur Europäische Union schaffen. Die Beitrittsverhandlungen sollen in der nächsten Legislaturperiode, also nach 2003, aufgenommen werden. "Der EU-Beitritt ist die wichtigste Frage der nächsten zehn Jahre", sagte Außenminister Joseph Deiss. Zurzeit gebe es dafür in der Bevölkerung allerdings noch keine Mehrheit, sagte Ogi. Derartige Verträge müssen in der Schweiz per Volksabstimmung gebilligt werden. Der Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsrat, einer losen Kooperation mit der EU, war 1992 abgelehnt worden.

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