Bekämpfung des Bevölkerungswachstums
Indien streicht Armenhilfe

Nach Plänen der Regierung sollen subventionierte Lebensmittel nur noch an Eltern mit zwei Kindern ausgegeben werden.

dpa NEU DELHI Der indische Bundesstaat Maharashtra will das Bevölkerungswachstum mit einer Zwangsmaßnahme gegen arme Familien bekämpfen. Vom kommenden Jahr an sollen nach Plänen der Regionalregierung subventionierte Lebensmittel nur noch an die Eltern und zwei Kinder einer Familie ausgegeben werden. Für weitere Kinder gibt es dann keine Hilfe mehr. Das berichtete die Zeitung «Indian Express» am Montag.

Der indische Gesundheitsminister C. P. Thakur hatte noch vor zwei Wochen verkündet, Indien setze beim Thema Geburtenkontrolle nur auf Überzeugungsarbeit und nicht auf Zwang. Die Bevölkerung Indiens hatte im vergangenen Mai die Milliardengrenze überschritten und wächst jährlich um mehr als 15 Millionen Menschen.

Indien hatte bereits 1951 eine Initiative zur Begrenzung des Bevölkerungswachstums begonnen. Staatliche Familienplanungsprogramme gerieten jedoch zwischen 1975 und 1977 in Verruf, als die damalige Regierungschefin Indira Gandhi Massensterilisierungen anordnete.

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