Bekannte Hooligans erhielten zur EM Ausreiseverbote
Der nächste Härtetest für die Sicherheitskräfte

Wenn am Dienstagabend in Porto Deutschland und Holland aufeinandertreffen, herrscht in der ganzen Stadt Alarmstufe eins. Nach den Erfahrungen aus dem "Risiko-Spiel" zwischen England und Frankreich sind die Sicherheitskräfte aber optimistisch, dass die Lage nicht eskaliert.

HB LISSABON. In Porto in Nordportugal werden bis zu 15 000 deutsche und 20 000 niederländische Fans erwartet. Viele von ihnen dürften ohne Eintrittskarten sein, denn an beide Lager wurden offiziell nur je 10 000 Tickets vergeben. Aber die Experten sind zuversichtlich, dass die Partie trotz aller Rivalität und Ressentiments friedlich über die Bühne gehen wird. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) betont, es gebe keine Anzeichen für mögliche Fan-Krawalle. Die Polizei hatte schon in den vergangenen Jahren ihre Präventiv-Maßnahmen ausgeweitet. Bekannte Hooligans erhielten zur EM Ausreiseverbote.

In den Niederlanden gibt es auf Grund der Rechtslage keine Ausreiseverbote. Dennoch dürften sich nur wenige Raufbolde auf den Weg nach Portugal machen. Gewalttäter sind eher unter den Fans von Vereinen wie Feyenoord Rotterdam zu finden und nicht so sehr unter den Anhängern der Nationalelf. Die in Holland gefürchteten Hooligans betrachten Länderspiele geringschätzig als Karneval. Die Fans des Oranje-Teams gelten eher als friedlich. Die letzten Ausschreitungen bei einem Länderspiel liegen 16 Jahre zurück. Krawalle werden eher im eigenen Land befürchtet.

Die Engländer können bereits ein Lied davon singen. Während es am Spielort in Lissabon bei der Partie England-Frankreich am Sonntagabend ruhig blieb, kam es in England selbst zu größeren Krawallen. 83 Hooligans wurden festgenommen. Allein in Südlondon waren 400 Leute an Übergriffen auf die Polizei beteiligt. Beamte wurden mit Flaschen beworfen, zwei Polizisten wurden leicht verletzt. Zu Ausschreitungen kam es auch in der Kleinstadt Boston und in Birmingham.

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