Bekanntheit im Ausland merklich gestiegen
Allianz gibt in der Formel 1 Gas

Der Versicherer Allianz will dem Rennsport-Zirku treu bleiben. Die Münchener verhandeln bereits über eine Verlängerung des Sponsoren-Vertrags mit dem Rennstall Williams BMW über die kommende Saison hinaus.

MÜNCHEN. Erst Mitte März 2004 beginnt die neue Formel 1-Saison. Aber die schillernde Rennserie mit ihren Protagonisten macht auch in der Pause Schlagzeilen. BMW-Pilot Pablo Montoya wechselt zu Mercedes, Banken, Autohersteller und Bernie Ecclestone streiten über mehr Mitspracherecht der Hersteller und die Zukunft des Milliarden-Karussells. Stars und Skandale passen eigentlich nicht ins eher konservative Weltbild des größten deutschen Versicherungskonzerns Allianz. Und doch hat der eher biedere Assekuranzriese inzwischen Benzin im Blut. Die Münchener sponsern den Rennstall Williams BMW jetzt schon in der vierten Saison.

Geht es nach den Verantwortlichen, dann will der Allianz-Konzern trotz Kürzung des um 20 % zusammengestutzten Marketing-Etats sein Engagement in der Formel 1 fortsetzen. "Wir wollen grundsätzlich mit Williams BMW weiterarbeiten. Dafür gibt es gute Gründe", sagt Allianz-Verhandlungsführer Steven Althaus. Der Leiter Marketing Communication der Allianz Group bestätigt dem Handelsblatt, dass bereits Vorgespräche geführt werden und die Verhandlungen im kommenden Sommer beginnen. Der Vertrag mit dem Rennstall läuft Ende 2004 aus.

Vor drei Jahren war die Allianz erstmals in den Formel 1-Zirkus eingestiegen, um auch den Markennamen weltweit bekannter zu machen. Die Formel 1 wird nach Einschätzung von Sportsponsoring-Experten in der globalen Medienpräsenz nur von Olympischen Spielen und der Fußball-WM übertroffen, aber die finden nicht jedes Jahr statt.

Rückläufige Zuschauerzahlen in Deutschland beeindrucken Althaus nur wenig. "Uns geht es vor allem ums Ausland. Dort ist unsere Bekanntheit deutlich gestiegen", zieht der Marketing-Experte ein positives Fazit. Exakte Zahlen gibt es dafür nicht. Aber beispielsweise in Malaysia, Ungarn oder Spanien war die Marke praktisch unbekannt. Nach einer Befragung im November wussten aber schon zwischen 50 und 70 % der Befragten, dass die Allianz die Formel 1 sponsort. Auch der Image-Transfer scheint trotz der anhaltenden Krise in der Versicherungswirtschaft zu funktionieren. Die Allianz - mit dem früher etwas angestaubten Image- wird laut Althaus inzwischen bei Befragungen als modern, dynamisch, innovativ und weltweit führend wahrgenommen. Welche Summe die Allianz für ihren Schriftzug auf dem Formel 1-Renner ausgibt, wollte Althaus nicht verraten. Beispielsweise die gesamte Beschriftung aller Sponsoren bei Ferrari kostet über 100 Mill. Euro."So teuer ist es nicht", betont Althaus.

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