Bekennerschreiben existiert
Anschlag auf Wohnung von Hamburgs Innensenator

Unbekannte haben einen Stinkbomben-Anschlag auf die Wohnung des Hamburger Innensenators Olaf Scholz (SPD) verübt.

dpa HAMBURG. Die Täter hätten am Montagabend eine stinkende Flüssigkeit durch den Briefschlitz in seine Wohnung im Stadtteil Altona gegossen, bestätigte Scholz am Dienstag.

Der Senator kommentierte den Anschlag: "Das lässt mich kalt." Der 42 Jahre alte SPD-Landeschef hatte erst Ende Mai den zurückgetretenen Innensenator Hartmuth Wrocklage (SPD) abgelöst. Scholz hatte vier Monate vor der Hamburger Bürgerschaftswahl am 23. September eine härtere Gangart gegen Drogendealer und Kriminelle angekündigt.

Nach einem Bekennerbrief, der der dpa vorliegt, benutzten die Täter Buttersäure. Die Aktion richte sich unter anderem gegen das im Juni von Scholz aufgelegte Handlungskonzept St. Georg, durch das der Senator die Drogenszene am Hauptbahnhof eindämmen will. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

In dem Brief heißt es unter anderem: "Die Aktion zielt auf vier Jahre repressiver rotgrüner Flüchtlingspolitik und aktuell auf das neue Handlungskonzept für St. Georg". Mit dem Einsatz von Brechmitteln gegen mutmaßliche Drogendealer habe Scholz «ein neues Kapitel in der Befolgung und Bestrafung von Flüchtlingen, die im Drogengewerbe arbeiten", begonnen.

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