Bekenntnis auf Website
CNN: El Kaida bekennt sich zu Anschlägen auf Bali

Die internationale Terrororganisation El Kaida hat sich nach US-Medienberichten zu den Bombenanschlägen auf Bali bekannt. Wie der Nachrichtensender CNN am Donnerstag (Ortszeit) berichtete, teilte El Kaida auf einer Webseite mit, die Organisation habe Bombenangriffe auf "Nachtclubs und Bordelle" in Indonesien verübt.

HB/dpa WASHINGTON/MANILA. Ein festgenommener Hauptverdächtiger gab nach Angaben der indonesischen Polizei zu, er habe bei den Anschlägen "so viele Amerikaner wie möglich" töten wollen.

Zugleich habe er eingeräumt, beim Bau der verheerendend Bomben geholfen zu haben. Bei den Bombenanschlägen auf zwei beliebte Nachtclubs auf der indonesischen Ferieninsel waren am 12. Oktober mindestens 190 Menschen getötet worden, darunter auch sechs Deutsche.

Diese Angriffe hätten, ebenso wie die Anschläge auf eine Synagoge in Tunesien, auf zwei Schiffe vor Jemen und auf amerikanische Soldaten in Kuwait, zeigen sollen, dass El Kaida "keine Bedenken hat, innerhalb arabischer oder islamischer Regionen zuzuschlagen", hieß es weiter. El Kaida hat nach CNN-Angaben die Webseite schon in der Vergangenheit benutzt, um sich zu Anschlägen zu bekennen, darunter den auf die Synagoge der tunesischen Ferieninsel Djerba. Dabei waren am 11. April 19 Menschen, darunter 14 deutsche Touristen, getötet worden.

Der Verdächtige, dessen Name mit Amrozi angegeben wurde, habe ausgesagt, "Amerikaner zu hassen", sagte ein Polizeisprecher. "Sie (die Attentäter) waren nicht glücklich, weil vor allem Australier getötet wurde", sagte der indonesische Chefermittler I Made Mangku Pastika am Rande einer Konferenz am Freitag in Manila. Die Planungen für den Anschlag hätten zwei Monate gedauert.

Amrozi habe zugegeben, Ammoniumnitrat für den Bau der Bombe in der zentraljavanesischen Stadt Surabaya gakuft zu haben. Der Sprengsatz selbst soll auf Bali angefertigt worden sein. Der Verdächtige hatte zuvor zugegeben, Besitzer eines Kleinbusses zu sein, in dem die stärkere der beiden Bomben versteckt war.

Die Anschläge auf den französischen Öltanker vor der Küste Jemens und auf US-Soldaten in Kuwait ereigneten sich beide im Oktober.

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