Bekenntnis zur Freiheit
Merkel wirbt für soziale Marktwirtschaft

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Eröffnungsrede auf dem World Economic Forum ein Bekenntnis zu Freiheit und sozialer Marktwirtschaft abgelegt.

DAVOS. Ein großer Teil der Probleme Deutschlands resultiere aus einer selbst verschuldeten Lähmung, so die Bundeskanzlerin. "Um mehr Arbeit in Deutschland zu bekommen, brauchen wir mehr Wachstum. Und Wachstum braucht Freiheit", sagte sie vor den versammelten Wirtschaftsführern im voll besetzten großen Saal des Kongresszentrums in Davos.

Die ersten Reaktionen der internationalen Geschäftswelt waren positiv. Mit Blick auf die Betonung der Freiheit nannte Hank McKinnell, der Chef des weltgrößten Pharmakonzerns Pfizer, die Aussagen Merkels "seit langem überfällig, nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa". Peter Brabeck-Letmathe, der Vorstandschef des Schweizer Nahrungsmittelmultis Nestlé, hegte nach der Rede "seit langem wieder Hoffnung und Vertrauen".

Gleichzeitig meldete Brabeck jedoch Zweifel an, ob die "Politik der kleinen Schritte" wirklich ausreiche. Auch Michael Dell, Gründer und Chairman des gleichnamigen Computerherstellers, machte ein Fragezeichen hinter die Geschwindigkeit der Entwicklung in Deutschland. "Haben Sie ein Gefühl der Dringlichkeit der Veränderungen in Ihrem Land angesichts der Entwicklungen etwa in China und Indien?" fragte er die Kanzlerin.

Kritisch äußerte sich Dell vor allem zum deutschen Arbeitsrecht. Die Kanzlerin räumte ein, dass sie in der Flexibilisierung der Gesetzgebung weitergehen wolle, als ihr Koalitionspartner es zulasse, und kündigte an: "Wir werden in der großen Koalition noch sehr harte Diskussionen zu diesem Thema haben."

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