Bekleidungskonzern plant weitere Expansion
H & M setzt Erfolgsstory fort

Mit günstigen Preisen und ständig neuen Trends hat sich H & M einen Namen bei deutschen Verbrauchern gemacht. Trotz der Krise in der Bekleidungsindustrie steigert das schwedische Unternehmen Monat für Monat seine Umsätze. Jetzt will Hennes & Mauritz neue Märkte erobern.

DÜSSELDORF. Die schwedische Bekleidungskette H & M setzt ihr Wachstum ungebremst fort. Während der deutsche Textilhandel Monat für Monat Umsatzrückgänge meldet, legt Hennes & Mauritz weiter zu. Im Oktober hat der Anbieter junger Mode seinen Konzernumsatz um 26 % gegenüber dem Vorjahresmonat gesteigert. Welcher Anteil des Wachstums auf den deutschen Markt entfalle, teilte das Unternehmen nicht mit. "Da Deutschland mit etwa 30 Prozent zum Konzernumsatz beiträgt, liegt es nahe, dass auch wir gute Umsätze erzielen", sagte ein Sprecher der Hennes & Mauritz GmbH.

H & M scheint keine Wachstumsprobleme zu kennen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen seine Verkäufe bereits um ein Fünftel gesteigert, in diesem Jahr liegen die monatlichen Zuwächse wiederum zwischen 8 und 26 %. Seit Ende 2001 ist die Zahl der deutschen Filialen um 14 auf 220 gestiegen.

Ähnlich wie ihre spanischen Konkurrenten Zara oder Mango setzen die Schweden auf einen häufigen Wechsel der Kollektionen. Anders als kleine Fachhändler können die Bekleidungsketten schnell reagieren, wenn sich ein neuer Trend abzeichnet. Bei H & M dauert es vier bis sechs Wochen, bis eine neue Idee im Laden auf dem Kleiderbügel zum Verkauf hängt. "Hennes und Mauritz hat es geschafft, trotz günstiger Preise einen häufigen Wechsel der Sortimente hinzubekommen", sagt Kerstin Lehmann, Partnerin bei der Düsseldorfer Unternehmensberatung OC&C, anerkennend.

Zuletzt hat auch der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) die Erfolge der Hennes & Mauritz GmbH gewürdigt. Ende Oktober erhielt das Bekleidungsunternehmen den "Deutschen Handelspreis 2002" in der Kategorie Management-Leistung für eine "branchenübergreifend im Einzelhandel beispiellose Erfolgsgeschichte", wie es bei der Preisverleihung hieß. Das Unternehmen habe sich in einem stagnierenden Markt mit "brillantem Marketing und einem Höchstmaß an Effizienz" durchgesetzt und sei seinen Kunden auch in kleinere Städte gefolgt.

Als wollte H & M die Rechtmäßigkeit dieses Preises unterstreichen, gab das Textilunternehmen kürzlich den Markteintritt in Polen und der Tschechischen Republik bekannt. Noch im Sommer hatte Hans Andersson, Geschäftsführer von H & M Deutschland, gesagt, man werde nur sehr vorsichtig in Osteuropa agieren. Der Markt werde erst mit der Integration der Länder in die EU interessanter.

Nun hat der Konzern bereits die Verträge für die ersten Filialen in Polen und der Tschechischen Republik unterzeichnet, die im kommenden Frühjahr eröffnet werden sollen. Auch in Portugal will H & M seine erste Filiale Anfang kommenden Jahres eröffnen. Weitere neue Ländermärkte könnten schon bald folgen. Konzernchef Stefan Persson sagte kürzlich in einem Interview: "Kanada, Portugal, Italien, Osteuropa - das sind alles noch mögliche Märkte."

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