Belagerung der Geburtskirche nach 39 Tagen zu Ende
13 Palästinenser werden nach Europa deportiert

Das Abkommen sieht vor, dass 13 von Israel gesuchte Palästinenser über Zypern in mehrere europäische Länder abgeschoben werden, unter ihnen sind neun Mitglieder der Al-Aksa-Brigaden.

wiwo/ap BETHLEHEM. Der Nervenkrieg um die Geburtskirche in Bethlehem ist nach 39 Tagen zu Ende. Die ersten der zuletzt noch eingeschlossenen rund 120 Palästinenser verließen am Freitagmorgen einzeln die Kirche, die seit Anfang April von israelischen Truppen umstellt war. Ausländische Beobachter überwachten das Ende der Belagerung, das in zähen Verhandlungen am Vorabend vereinbart worden war.

Weitere 26 bewaffnete Männer werden unter Begleitung amerikanischer Offiziere in den Gazastreifen gebracht. 85 Palästinenser erhalten freien Abzug. Zehn Aktivisten der internationalen Friedensbewegung schließlich werden der Vereinbartung zufolge erst verhaftet und dann in ihre Heimatländer abgeschoben.

Der erste, der die Kirche am Morgen verließ, war der Leiter des palästinensischen Geheimdienstes in Bethlehem, Abdullah Daud. Er gehört zu der Gruppe von 13 mutmaßlichen Extremisten, die ins Ausland abgeschoben werden. Als Aufnahmeländer werden Italien, Spanien, Österreich, Griechenland, Luxemburg und Irland genannt. Nach 80 Minuten hatten alle 39 bewaffneten Männer die Kirche verlassen. Sie wurden mit drei Bussen abtransportiert.

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