Belastung durch Sondereffekte
AT&S sieht wieder bessere Zeiten

Die Austria Technologie & Systemtechnik AG (AT&S) erwartet für das Geschäftsjahr 2002/03 (zum 31. März) bei einem auf Vorjahresniveau bzw. leicht darüber liegenden Konzernumsatz ein deutlich verbessertes operatives Ergebnis.

Reuters WIEN. Im Geschäftsjahr 2001/02 hatte AT&S allerdings durch die Werksschließung in Augsburg, Restrukturierungskosten und Anlaufkosten für das neue Werk in China einen deutlichen Ergebniseinbruch zum Vorjahr verzeichnet.

Das heute, Dienstag, vorgelegte Ergebnis für das erste Halbjahr 2002/03 weist gegenüber dem Vorjahr einen deutlich verbesserten operativen Gewinn und einen wesentlich höheren Periodenüberschuss auf, und liegt damit über den Erwartungen von Analysten.

AT&S habe in den ersten sechs Monaten in einem nach eigenen Angaben schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, trotz anhaltend starkem Preisdruck und Start-up-Kosten für das neue Werk in China, den operativen Gewinne deutlich verbessert, teilte AT&S am Dienstag mit.

Konkret habe AT&S - nach US-GAAP berechnet - bei einem auf 128,8 (135,2) Mill. Euro gesunkenen Konzernumsatz ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) von 29,5 (26,2) Mill. Euro und ein Betriebsergebnis (Ebit) von 9,6 (7,6) Mill. Euro erzielt. Der Periodenüberschuss habe sich auf 6,8 (4,6) Mill. Euro belaufen. Das Ergebnis je Aktie wurde von AT&S mit 0,25 (0,16) Euro angegeben.

Analysten waren im Mittel von einem Konzernumsatz in Höhe von 131,88 Mill. Euro und einem Ebit von 7,6 Mill. Euro ausgegangen.

Die Nettoverschuldung habe sich vor allem durch das Finanzierungserfordernis für den Aufbau des chinesischen Werkes sowie aufgrund des fortgeführten Aktienrückkaufprogramms gegenüber dem Vorquartal erhöht.

Visibilität und Kapazitätsauslastung würden sich derzeit - unter anderem vor dem Hintergrund einer stärkeren Nachfrage der Telekom-Hand-Held-Industrie bis Ende des Jahres - leicht verbessert darstellen. Rückschlüsse auf eine nachhaltige positive Entwicklung dieses Marktsegmentes für das nächte Jahr könnten daraus jedoch noch keine gezogen werden, teilte AT&S mit.

2001/02 hatte AT&S bei einem um 15 % auf 274,5 Mill. Euro gesunkenen Konzernumsatz ein Ebitda von 52,3 (84,3) Mill. Euro und ein Ebit von 7,5 (53,9) Mill. Euro ausgewiesen.

Nach Bekanntgabe der Halbjahreszahlen hat der Aktienkurs der AT&S um 1,40 % nachgeben. Die Aktien notierten zuletzt an der Frankfurter Börse mit 11,09 (11,30) Euro. Seit Jahresanfang haben sie somit rund 26 % verloren, während der Nemax 50 seitdem gut 62 % eingebüßt hat.

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