Belastungen im Inland
Hochtief in neun Monaten mit hohem Verlust

Der Baukonzern Hochtief ist auf Grund des schwachen Inlandsgeschäfts in den ersten neun Monaten 2001 tief in die Verlustzone gerutscht, hat für das Gesamtjahr aber weiterhin einen Gewinn in Aussicht gestellt.

Reuters DÜSSELDORF. Von Januar bis September sei einen Konzernverlust von 59,138 Mill. Euro aufgelaufen, nach einem Gewinn von 16,7 Mill. Euro im Vorjahr, teilte die zur RWE AG gehörende Hochtief am Montag in Düsseldorf mit. Die Bauleistung sei indes um sieben Prozent auf 9,8 Mrd. Euro angewachsen. Der Konzern bekräftigte zudem seine Jahresprognose, wonach mit einem positiven Gesamtergebnis gerechnet wird, das aber erheblich unter dem Vorjahreswert liegen wird.

Das betriebliche Ergebnis für die ersten neun Monate bezifferte Hochtief mit minus 12,8 (Vorjahreszeitraum plus 60,6) Mill. Euro beziffert. Der Auftragseingang sei auf 10,7 (10,6) Mrd. Euro gestiegen. Im Gesamtjahr 2000 hatte Hochtief bei einer Bauleistung von 13,0 Mrd. Euro und einem Umsatz von 9,6 Mrd. Euro ein Ergebnis nach Steuern von 127 Mill. Euro erwirtschaftet.

Deutscher Hochbau defizitär

Hochtief teilte weiter mit, die Geschäftsfelder hätten sich in den ersten neun Monaten 2001 zum größten Teil "sehr gut und teilweise über Plan entwickelt". Der einzig defizitäre Bereich sei der deutsche Hochbau, der zwar nur noch neun Prozent des Geschäfts des Konzerns ausmache, aber in diesem Jahr die Erfolge der anderen Unternehmensbereiche größtenteils konterkariert habe.

Im Inland habe das Hochbaugeschäft der Hochtief Construction AG nach wie vor mit großen Belastungen zu kämpfen. Zum 30. September habe das betriebliche Ergebnis in diesem Bereich bei minus 167,4 Mill. Euro gelegen. Damit habe sich der Verlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Bis Ende 2001 sollen nach den Angaben im Zuge des Restrukturierungsprogramms insgesamt rund 1700 Arbeitsplätze abgebaut werden. 2002 sei ein weiterer, allerdings moderater Abbau notwendig. Die Höhe werde maßgeblich davon abhängen, wie sich die Marktsituation entwickele.

Im dritten Quartal habe sich das betriebliche Ergebnis mit 23,9 Mill. Euro um 29,9 Mill. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessert. Es liege zudem deutlich über den betrieblichen Ergebnisse der beiden ersten Quartale 2001 von 10,4 beziehungsweise minus 47,1 Mill. Euro. Für die Monate Oktober bis Dezember werde ein weiterer Anstieg erwartet.

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