Belebung zum Jahresende erwartet
Bosch versucht Ergebnis zu halten

Die Robert Bosch GmbH rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem Ergebnis auf Vorjahreshöhe. Im darauf folgenden Jahr werde der Automobilzulieferer sein Ergebnis steigern, kündigte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Franz Fehrenbach, an.

HB FRANKFURT. Der weltweit zweitgrößte Autozulieferer Bosch hofft auf einen Endspurt in der Automobilkonjunktur, um sein Ergebnis 2003 halten zu können. 2005 will Bosch in die Produktion von Diesel-Partikelfiltern einsteigen.

"Wir gehen von einer leichten Belebung zum Jahresende aus. Dies sollte uns das Ergebnisniveau (aus dem vergangenen Jahr) absichern", sagte der neue Chef der Bosch-Geschäftsführung, Franz Fehrenbach, auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) am Dienstag in Frankfurt. 2002 hatte Bosch ein Ergebnis vor Ertragssteuern von 1,42 Mrd. ? erzielt.

Für 2004 äußerte sich Fehrenbach optimistischer: "Es gibt ermutigende Vorzeichen für das Anziehen der Automobilkonjunktur." Mit einer Umsatzrendite von 4,5 % hatte Bosch schon 2002 die Zielmarke von sieben Prozent verfehlt, die der Stuttgarter Konzern braucht, um sein Wachstum finanzieren zu können. In den ersten acht Monaten lag der Umsatz nach Angaben Fehrenbachs noch leicht unter Vorjahr. Auch für die Automobiltechnik-Sparte erwartet Bosch nur noch einen konstanten Umsatz.

Der Jahresumsatz in der größten Bosch-Sparte werde bei rund 23 Mrd. ? liegen und damit auf dem Niveau des Vorjahres verharren, sagte Fehrenbach. In den ersten acht Monaten habe der Umsatz leicht über dem Vergleichswert gelegen. Zuletzt hatte die Robert Bosch GmbH noch mit einem leichten Zuwachs um 1,9 % auf 23,5 Mrd. ? gerechnet. Währungsbereinigt werde der Umsatz zwar um sechs Prozent wachsen, die Euro-Aufwertung werde aber in Übersee zu Umsatzeinbußen in der gleichen Größenordnung führen, sagte der Bosch-Chef. Im Juni war Bosch noch von einem realen Zuwachs von zehn Prozent ausgegangen. Die Fahrzeugtechnik macht rund zwei Drittel des Bosch-Konzernumsatzes aus, der 2002 bei 35 Mrd. ? lag.

Wie erwartet will Bosch in die Produktion von Rußfiltern für Diesel-Pkw einsteigen. Trotz des späten Markteintritts 2005 gibt sich der Stuttgarter Konzern zuversichtlich. "Ich wäre lieber sechs Monate früher dran gewesen. Aber wir werden uns unseren Platz im Markt erarbeiten", sagte Automobiltechnik-Chef Bernd Bohr. Für 2008 rechnet Bosch mit Stückzahlen von mehr als einer Million Rußfiltern. Faurecia und Tenneco haben die ersten Rußfilter bereits ausgeliefert, auch der Esslinger Katalysatoren-Produzent Eberspächer ist schon im Geschäft mit der Autoindustrie. Das Marktvolumen soll nach Bosch-Schätzungen 2007 bei rund sechs Mill. liegen.

Produzieren will Bosch das wartungsfreie Filtersystem nach einer Anlaufphase in Niedriglohnländern wie China. In Forschung und Entwicklung des Sintermetall-Rußfilters sollen 200 Mill. ? investiert werden.

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