Belleveaux gilt als Schlüsselfigur
Leuna-Affäre: Staatsanwaltschaft vernimmt früheren Elf-Manager

In der Leuna-Affäre hat die Saarbrücker Staatsanwaltschaft am Dienstag den früheren Generalbevollmächtigten des französischen Ölkonzerns ELF-Aquitaine, Hubert Leblanc Belleveaux, vernommen. Der Manager wurde in den Räumen der Behörde hinter verschlossenen Türen befragt.

dpa SAARBRÜCKEN. Belleveaux gilt als eine der Schlüsselfiguren beim milliardenschweren Verkauf der ostdeutschen Leuna-Raffinerie und der Minol-Tankstellen im Jahr 1992 an den damaligen französischen Staatskonzern. Bei dem Deal sollen vor dem Hintergrund angeblich überhöhter Subventionen umgerechnet rund 80 Mill. DM Schmiergelder an deutsche Politiker geflossen sein.

Die 256 Mill. französische Francs sind über Konten des weltweit tätigen und im Saarland wohnenden Geschäftsmanns Dieter Holzer geflossen. Gegen Holzer ermittelt die Saarbrücker Staatsanwaltschaft schon seit einiger Zeit wegen des Vorwurfs der Geldwäsche.

Holzer hatte Vorwürfe bestritten, es seien Bestechungsgelder gezahlt worden. Bei dem auf seinen Konten festgestellten Geld handele es sich vielmehr um die Vergütung für seine Lobbyisten-Tätigkeit im Auftrag von ELF-Aquitaine. Belleveaux war dort nicht angestellter freier Manager.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%