Bemühungen um einen Verkauf verstärkt
Zeitung: Polaroid hat Probleme beim Bezahlen der Schulden

Die Polaroid Corp, Cambridge, wird möglicherweise noch heute Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragen. Wie das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf unterrichtete Kreise am Mittwoch berichtet, reagiert der US-Hersteller von Sofortbild-Photoartikeln damit auf Probleme bei der Bedienung ablaufender Schuldenvereinbarungen und auf den monatelangen Druck der Anleihebesitzer.

vwd NEW YORK. Das Unternehmen müsse nun einen Plan vorlegen, der für die Gläubiger seiner Schulden von über 900 Mio USD akzeptabel sei, schreibt die Zeitung.

Gleichzeitig habe das Unternehmen seine Bemühungen um einen Verkauf verstärkt, schreibt die Zeitung. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass Polaroid als eigenständige Gesellschaft aus dem Gläubigerschutzverfahren hervorgehe. Henry Miller, Vize-Chairman der Dresdner Kleinwort Wasserstein, die das Unternehmen finanziell beraten, sagte, es habe viele Interessenten für Polaroid gegeben. Er glaube nicht, dass sich mögliche Käufer von einem Gläubigerschutzverfahren abhalten ließen.

Die Beantragung des Gläubigerschutzes nach Chapter 11 wurde erwartet, seit das Unternehmen im vergangenen Sommer erstmals seine Schuldenvereinbarungen nicht halten konnte. Am Dienstag hatte der Fernsehsender CNBC bereits einen bevorstehenden Konkurs gemeldet. Dem WSJ zufolge leidet Polaroid neben den finanziellen Problemen unter der nachlassenden Konsumnachfrage nach den Anschlägen am 11. September. Wettbewerber Eastman Kodak Co hatte kürzlich ihre Gewinnprognose für das dritte Quartal auf Grund der Anschlagfolgen um 38 Prozent zurückgenommen.

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