Benachteiligungen durch die Politik
Familienunternehmen – ein Stiefkind

Familienunternehmen schaffen Arbeitsplätze. Doch von Seiten der Politik bläst ihnen der Wind ins Gesicht. Während die Konzerne und ihre angestellten Manager - meist mit Negativ- Schlagzeilen - das Bild der Wirtschaft in der Öffentlichkeit prägen und sich Seit' an Seite mit den Regierenden zeigen, geraten die Interessen der Familienunternehmen immer stärker ins Abseits.

HB STUTTGART. Die Liste der Beispiele für eine zunehmende Benachteiligung der Familienunternehmen in vielen Rechtsbereichen ist lang: So bleiben gerade Familienunternehmen bei Akquisitionsvorhaben sehr häufig im engmaschigen Netz des deutschen Kartellrechts hängen, während Großfusionen unter Konzernen - man denke nur an den Fall Daimler Chrysler - sich kartellrechtlich in Brüssel abspielen, wo "Elefantenhochzeiten" von EU- Kommissionen ohne viel Aufhebens genehmigt werden.

Ähnlich ist es im Kapitalmarktrecht: Den börsennotierten Familienunternehmer trifft das strafbewährte Verbot, kursrelevantes "Insiderwissen" weiterzugeben, besonders hart. Zwar gilt dieselbe Regelung auch für den Vorstand eines Großkonzerns, nur ist dort die Schwelle der Kursrelevanz so hoch angesetzt, dass die praktische Gefahr eines Gesetzesverstoßes weit geringer ist. Hinzu kommen die Auswirkungen von Basel II. Gerade für die Familienunternehmen ist es ungleich schwieriger als für Großunternehmen, ein gutes Rating zu erhalten, so dass sich Kredite für sie stark verteuern werden.

Auch die neue Pflicht-Publizität der GmbH & Co. ist ein weiteres Hindernis. Sie schwächt besonders diejenigen Familienunternehmen, die mit Großunternehmen - sei es als Kunde oder Lieferant - gut verdienen. Denn sobald das Familienunternehmen seine Rendite offenbaren muss, wird das Großunternehmen versuchen, ihm diese über verstärkten Preisdruck wieder "abzujagen".

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