Benzin-Direkteinspritzer sind schnell und sparsam
Audi A2 mit 110 PS soll Kunden locken

Seit Audi sich besonders sportlich gibt und der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn mit Elan diesen Weg unterstützt, hat ein Modell der Ingolstädter Marke besonders schlechte Karten: der kompakte A2.

pha INGOLSTADT. Als Premiumauto mit exzessivem Design war dieses Modell für die junge Avantgarde auserkoren, wurde aber von Audi prompt an dieser Zielgruppe vorbei positioniert. Jetzt will es nicht mehr so recht in das neue Konzept der VW-Tochter passen. Und da der A2 mit der falschen Botschaft als ganz normales Auto angepriesen wurde, blieb der Verkaufserfolg - auch des hohen Preises wegen - stets hinter den Erwartungen zurück.

Statt Kultcharakter zu erlangen, droht ihm nach Ende seiner Laufzeit nun das Aus, obwohl er sich gerade jetzt in einer lobenswerten Modellaufwertung von seiner besten Seite zeigt. Mit dem kräftigen, lange herbei gesehnten Direkteinspritzer-Benzinmotor FSI stößt der leichte, ganz aus Aluminium gefertigte A2 in jene Leistungsbereiche vor, die man sich schon von Beginn an gewünscht hätte. Denn immerhin reichen ihm 110 PS aus 1,6 Litern Hubraum, um gleich starke Konkurrenten in die Schranken zu weisen und stärkere, wie etwa den Mercedes A210 mit seinen 140 PS, in Schach zu halten.

Der sonore Sound des kräftigen Direkteinspritzers ist nach Auskunft von FSI-Motorenentwickler Michael Grigo so gewollt. Schließlich sollte dem 203 km/h schnellen A2 ein sportlicher Touch mit auf den Weg gegeben werden. Den hat er durchaus, und das bei einem Verbrauch von nur 5,9 Litern Super auf 100 km Fahrstrecke.

Auch der neuen Fahrwerksabstimmung, die nun allen A2-Varianten zugute kommt, ist anzumerken, dass Audi seinem kleinen Designerauto vor allem fahrdynamisch auf die Sprünge helfen wollte. Handlich und wendig wie ein Leichtathlet lässt sich der A2 nun durch Kurven schwingen. Straff, aber nicht zu hart gefedert, zieht er seine Spur.

Neue Farben und Ausstattungslinien sowie progressive Lederfarben für das Interieur lassen die Hoffnung keimen, dass aus dem 18 750 Euro teuren Spitzenmodell vielleicht doch noch ein Kultauto wird. Wenn die Audi-Chefetage zum Thema A2 nicht bereits das letzte Wort gesprochen hat.

Quelle: Handelsblatt

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