Beobachter rechnen dennoch mit Regierungswechsel
Misstrauensantrag gegen Mori vor dem Scheitern

Die innerparteilichen Gegner des japanischen Regierungschefs Yoshiro Mori haben im Parlament ihre Unterstützung für den Antrag zurückgezogen. Ob die Opposition nun ihren Antrag durchbringen kann ist fraglich.

vwd/afp TOKIO. Kurz vor der Abstimmung über den Misstrauensantrag gegen Japans Regierungschef Yoshiro Mori haben seine innerparteilichen Gegner im Parlament ihre Unterstützung für den Antrag zurückgezogen. Wie die japanischen Medien am Montag berichteten, entschieden sich die Abgeordneten von Moris Liberaldemokratischer Partei (LDP) in letzter Minute um. Damit dürfte der Misstrauensantrag, den die Opposition am Morgen eingebracht hatte, scheitern.

Allerdings rechnen Beobachter auch in diesem Fall mit einem baldigen Wechsel an der Regierungsspitze. Als mögliche Nachfolger werden Moris schärfster Kritiker innerhalb der LDP, Koichi Kato, und der frühere Außenminister Yohei Kono gehandelt. Mori hat sich seit seinem Amtsantritt im April zahlreiche verbale Fehltritte geleistet, mit denen er unter anderem China und die USA vor den Kopf stieß. In Umfragen hat die Regierung Mori derzeit eine Zustimmungsrate von lediglich 15 bis 17 %.



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