Beratungen in Yokohama
Kinderhandel in Europa alarmierend gestiegen

Auf einen deutlichen Anstieg der Verschleppung von Kindern aus Osteuropa zur Prostitution in der Europäischen Union (EU) hat ein in Japan vorgelegter Bericht aufmerksam gemacht.

Reuters YOKOHAMA. Der Kinderhandel sei eine tägliche Realität geworden, sagte Annemieke Wolthuis, eine der Autorinnen des Berichts, am Mittwoch in Yokohama. Vor allem Mädchen im Alter von 15 bis 18 Jahren würden zur Prostitution nach Westeuropa verkauft. Das Ausmaß dieses Kinderhandels scheine zuzunehmen, heißt es in der Studie. Genaue Daten zu dem Kinderhandel lägen nicht vor, doch die bekannten Zahlen würden in den betroffenen Ländern nur als "Spitze des Eisbergs" betrachtet.

Dem Bericht zufolge kommen die Kinder aus fast allen osteuropäischen Ländern. Die wichtigstens Zielländer seien Großbritannien, Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Norwegen und die Niederlande. In dem Report wird zudem die rechtliche Situation in diesen Staaten kritisiert. Die Gesetze seien nicht ausreichend, um mit dem Kinderhandel in diesem Ausmaß fertig zu werden.

Mehr als 3 000 Delegierte aus 138 Ländern beraten derzeit in der japanischen Stadt Yokohama über Maßnahmen gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern. Schätzungen der Uno zufolge wurden in den vergangenen drei Jahrzehnten allein in Asien mehr als 30 Millionen Kinder und Frauen Opfer des Menschenhandels. Weltweit werden nach konservativen Schätzungen derzeit rund eine Million Kinder sexuell ausgebeutet. Experten gehen jedoch von bis zu fünf mal höheren Zahlen aus.

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