Beratungs- und Softwarehaus im positiven Trend: FJA legt deutlich zu

Beratungs- und Softwarehaus im positiven Trend
FJA legt deutlich zu

Das Beratungs- und Softwarehaus FJA will sich auch 2003 gegen den schwachen Branchentrend stemmen und Umsatz und Gewinn erneut steigern.

Reuters MÜNCHEN. "Für 2003 planen wir aus heutiger Sicht ein Ertragswachstum von zehn Prozent sowie das dafür notwendige Umsatzwachstum", sagte FJA-Chef Manfred Feilmeier am Mittwoch. "Wir sind zuversichtlich, dass wir dies trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds erreichen können, da im In- und Ausland eine anhaltend hohe Nachfrage nach unseren Softwarelösungen besteht."

Bereits im vergangenen Jahr hatte das auf Software für Versicherungen spezialisierte Unternehmen kräftig zugelegt. Zum Ausblick ergänzte ein Unternehmenssprecherin: "Die Branche geht für dieses Jahr nur von einem geringen, wenn nicht einem Nullwachstum aus." FJA wolle aber wie bisher besser als der Markt abschneiden.

Nach vorläufigen Geschäftszahlen sei der Jahresüberschuss im vergangenen Jahr um 20 Prozent auf rund 16,3 Millionen Euro und das operative Ergebnis (Ebit) um 25 Prozent auf 25,6 Millionen Euro geklettert, teilte das im Nemax-50 gelistete Münchener Unternehmen weiter mit. Der Umsatz sei um 16 Prozent auf rund 130,2 Millionen Euro gestiegen. Grund für die Zuwächse sei vor allem der weitere Ausbau des Unternehmens im Bereich Standardsoftware für die private und betriebliche Altersvorsorge gewesen. FJA habe unter anderem auch in der Geschäftseinheit kostensenkende Softwarelösungen sowie im Auslandsgeschäft zahlreiche neue Aufträge gewinnen können. Auch bei der Zahl der Mitarbeiter sei ein Zuwachs geplant. Zum Jahresende 2002 hatte FJA knapp 1000 Mitarbeiter beschäftigt.

Analyst Torsten Schellscheidt von WestLB Panmure wertete die vorgelegten Zahlen und den Ausblick als positiv. Das Unternehmen zeige, dass es sich in dem derzeit schlechten Marktumfeld gut behaupten könne. Zu begrüßen sei auch, dass FJA sich daran mache, die Position "Forderungen" in seiner Bilanz zu reduzieren. Dort habe FJA bislang Projekte verbucht, für die es noch keinen Zahlungseingang gegeben habe. Das Verbuchen von "unfertigen Leistungen" als Umsatz habe ausländische Investoren bisher abgeschreckt. FJA teilte mit, dass sich der Zuwachs der Forderungen im vierten Quartal deutlich abgeflacht habe.

Die Aktien von FJA gaben in einem schwachen Markt mehr als sechs Prozent auf 19,49 Euro nach. Eine fundamentale Erklärung gebe es dafür nicht, sagte Analyst Schellscheidt. Er verwies dabei aber auf das geringe Handelsvolumen.

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