Beratungsgebühren geplant
Vereins- und Westbank steigert Ergebnis um 75,2 %

Das Hamburger Geldinstitut hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres nahezu das Ergebnis des gesamten Vorjahres eingefahren.

dpa HAMBURG. Die Hamburger Vereins und Westbank - hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres nahezu das Ergebnis des gesamten Vorjahres eingefahren. Nach Risikovorsorge stieg das Betriebsergebnis bis Ende September im Vergleich zur Vorjahresperiode um 75,2 Prozent auf 95,9 Millionen Euro (187,56 Mio DM).

Der Vorstandssprecher der Vereins und Westbank - AG, Ulrich Meincke, rechnete bei der Präsentation der Zahlen am Dienstag in Hamburg damit, dass das ganzjährige Betriebsergebnis deutlich über dem Vorjahreswert von 98,3 Millionen Euro liegen wird. Seine Zuversicht stützte er auf eine weiterhin zu erwartende positive Konjunkturentwicklung in allen wichtigen Weltregionen.

Wie bei anderen Großbanken wird auch bei dem zum Hypo-Vereinsbank - Konzern gehörenden Kreditinstitut über Gebührenmodelle für Beratungsleistungen nachgedacht. Dazu zählte Meincke beispielsweise spezifische Angebote wie Sanierungskonzepte für Firmenkunden. Aber auch bei der Beratung beim Wertpapiergeschäft spürt das Finanzinstitut auf Grund der Konkurrenz durch die Online-Banken «Provisionsdruck». Es könne nicht länger hingenommen werden, dass sich Kunden bei ihren Banken Beratung holten und dann online handelten, meinte Vorstandsmitglied Harald Boberg. In den kommenden sechs Monaten will sich die Bank über ihre vielschichtigen Preismodelle Klarheit verschaffen.

Depotgeschäft profitiert von boomenden Aktienmärkten

Das Wertpapier- und Depotgeschäft der Vereins und Westbank - profitierte im ersten Halbjahr von den boomenden Aktienmärkten, bevor die Umsätze im dritten Quartal wieder auf «Normalniveau» zurückgingen. 32 000 Depots wurden laut Vorstand in diesem Jahr neu eingerichtet. Die Provisionserträge im Wertpapiergeschäft lagen bis Ende September um 87,5 Prozent über dem Vorjahreswert.

Das gesamte Provisionsergebnis wuchs um 52,5 Prozent auf 220,6 Millionen Euro und lag damit über dem gesamten Vorjahreswert von 219 Millionen Euro. Zinsüberschuss ging zeitanteilig leicht um 0,9 Prozent auf 243,1 Millionen Euro zurück. Die Risikovorsorge wurde um 10,3 Millionen Euro auf 54,8 Millionen Euro aufgestockt. Die Bilanzsumme ist seit Jahresende 1999 um 4,2 Prozent auf 19,4 Millionen Euro gestiegen.

Die Vereins und Westbank - strukturiert derzeit ihre Beratungsangebote neu und will in diesem Zusammenhang knapp zehn Prozent ihrer 4 600 Stellen über Fluktuation einsparen.

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