Bereich Speiseeis/Tiefkühlkost soll erweitert werden
Südzucker rechnet mit stagnierendem Umsatz

Mannheim (dpa). Durch die EU-weite Reduzierung der Zuckeranbauflächen rechnet der Südzucker-Konzern im laufenden Geschäftsjahr mit stagnierenden Umsätzen. Wie im Geschäftsjahr 1999/2000 (28. Februar) würden sich die Erlöse voraussichtlich auf 4,5 Milliarden Euro (8,8 Mrd DM) belaufen, teilte die Südzucker AG am Mittwoch mit. Ausgeglichen werden soll der Rückgang im Zuckergeschäft durch starkes Wachstum in Osteuropa und bei «functional food», dem Geschäft mit Zucker- und Fettersatzstoffen. 1999/2000 hatte der nach eigenen Berechnungen führende Zuckerhersteller Europas die erwartete Umsatzsteigerung auf neun Milliarden DM nicht geschafft.

Gewinn stieg um 24 %

Ursache seien höhere Abgaben und «tiefe Tiefstpreise» bei Zucker gewesen, sagte Finanzvorstand Christoph Kirsch. Der Südzucker - Gewinn legte im vergangenen Jahr dennoch deutlich um 24 Prozent auf 174 Millionen Euro zu - auch weil weniger Restrukturierungskosten anfielen. In diesem Jahr würden Vereinbarungen der Welthandelsorganisation WTO und der Europäischen Union von Oktober an wahrscheinlich zu einer EU-weiten Zuckerquotenkürzung um 700 000 Tonnen führen, sagte Kirsch. Für Südzucker bedeute das voraussichtlich ein Umsatzminus von 180 Millionen DM. Das sei der Grund für die kürzlich beschlossenen Schließungen von drei Zuckerfabriken in Bayern und Sachsen. Trotzdem werde das im vergangenen Jahr erzielte Wachstum des operativen Ergebnisses von 7,1 Prozent auf 329 Millionen Euro wahrscheinlich übertroffen. Im ersten Quartal seien die Umsätze in den beiden Hauptgeschäftsbereichen Zucker und Eis/Tiefkühlkost («Schöller») im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Mit Zucker und Süßstoffen erwirtschaftete der Konzern 63 Prozent des Gesamtumsatzes, mit Eis und Tiefkühlkost 37 Prozent. Die Aktionäre sollen in diesem Jahr eine leicht erhöhte Dividende von 0,34 Euro für Stämme (Vorjahr: 0,33 Euro)und 0,38 Euro (Vorjahr 0,37 Euro) für Vorzüge bekommen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im vergangenen Jahr um 4 000 auf 29 580. In Deutschland ging die Zahl der Südzucker-Beschäftigten um 200 auf 11 956 zurück.

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