Bereinigung des Kreditportfolios der Bank dürfte weiter gehen
Regierung zieht mit Verkauf Schlussstrich unter Banken-Skandale

PRAG. Mit dem Verkauf der Komercni Banka - kurz KB - zieht Prag einen Schlussstrich unter einer Reihe von Banken-Skandalen, die unter anderem auch die KB selbst betroffen hatten. Erst der von der Citibank kommende Jungmanager Radovan Vavra hatte mit einem Team westlich geprägter Banker im vergangenen Jahr einen Kehraus in der Bank eingeläutet. Die Probleme der KB - etwa mit Kreditmauscheleien zwischen früheren Managern und undurchsichtigen Handelsfirmen - hatten die Privatisierung, die bereits für Ende 2000 vorgesehen war, deutlich verzögert.

Die Skandale nötigten die Regierung nicht nur dazu, im vergangenen Jahr einen Großteil der Chefetage der Bank zu entlassen und Ermittlungen einzuleiten. Vielmehr entschloss sich Prag, das faule Kredit-Portfolio der Bank zu reinigen. Dieser Prozess dürfte nach Einschätzung von Fachkreisen auch nach dem Verkauf an-halten. Offen war am Donnerstag noch, in welchem Umfang Prag den Franzosen Sicherheiten gewährt, dass sich das Portfolio nicht im nachhinein verschlechtert.

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