Bereits 20 000 Bestellungen für 2001
Kleinwagen Smart flitzt auf die Erfolgsspur

Der Daimler-Chrysler-Konzern will die Produktion des Kleinwagens "Smart" im kommenden Jahr um zehn Prozent steigern.

dpa-afx/vwd RENNINGEN. Der City-Kleinwagen Smart befindet sich nach massiven Anlaufschwierigkeiten jetzt auf Erfolgsfahrt. Im Jahr 2000 ist mit 101 000 verkauften Smart eine Absatzsteigerung von mehr als 25 % gegenüber dem Vorjahr geschafft worden, wie die zum Daimler-Chrysler-Konzern gehörende MCC Smart GmbH am Donnerstag in Renningen bei Stuttgart mitteilte. Ursprünglich war Smart-Chef Andreas Renschler nur von 20 % mehr verkauften Exemplaren ausgegangen.

Der Smart, der seit 1998 gebaut wird und sich zunächst nur schlecht verkaufte, soll ab 2004 Gewinn machen. "Das ist nicht schlecht bei einer komplett neuen Marke, die in verschiedenen Ländern erst aufgebaut werden musste", sagte Renschler. Die Anlaufverluste waren nie beziffert worden, hatten nach Branchenschätzungen aber einen hohen dreistelligen Millionenbetrag ausgemacht.

Möglicherweise fällt im kommenden Herbst eine Entscheidung, ob der nur 2,50 Meter kurze Stadtflitzer auch in den USA auf den Markt kommen wird. "Das Interesse ist da", sagte Renschler. Allerdings müsste der Wagen umfangreiche und kostspielige Tests für die Zulassung absolvieren - da müsse genau geprüft werden, wie groß das Interesse wirklich ist.

Dem zweisitzigen Cityauto haben vor allem der Drei-Liter-Diesel und die Cabrio-Version neue Käufer gebracht. Der Diesel Smart cdi wurde im Jahr 2000 rund 20 000 Mal verkauft, das Cabrio kam auf einen Absatz von 17 000 Stück. Von der neuen Dieselversion des Cabrios, die im Jahr 2001 kommt, erhofft sich Smart einen weiteren Verkaufsschub. Im Kleinstwagensegment lag der Smart Ende November hinter dem VW Lupo mit über 21 % Marktanteil auf Platz zwei. Vom Frühjahr an soll die Produktpalette von derzeit sechs auf insgesamt 13 Varianten erhöht werden. Für das Jahr 2001 erwartet Renschler eine Absatzsteigerung von etwa zehn Prozent.

Bevor im Jahr 2004 der viersitzige Smart, der zusammen mit Daimler-Chryslers japanischem Partner Mitsubishi entwickelt wird, auf den Markt kommt, steht 2003 die Premiere des Roadster an. "Bei rund 80 PS und 800 Kilogramm Gewicht dürften bis zu 180 km/h drin sein", sagte Renschler. Gebaut werde der Roadster im französischen Hambach.

Neue Märkte und ein besserer Vertrieb standen in den letzten Monaten im Mittelpunkt der Smart-Aktivitäten. In Deutschland habe sich etwa das vorher zu weitmaschige Vertriebsnetz auf 80 Stützpunkte verdoppelt. In Japan und Großbritannien werde der Smart jetzt mit Erfolg verkauft. Durch die Erschließung dieser sowie weiterer neuer Märkte (unter anderem Griechenland) ist die Auslastung des Werks in Hambach weiterhin sichergestellt, hieß es. Im Herbst nächsten Jahres werde dort zusätzlich die Produktion der Rechtslenker-Modelle für Großbritannien und Übersee aufgenommen.

Seit Produktionsbeginn wurden in Hambach bisher über 200 000 Fahrzeuge gefertigt. In Renningen werden zur Zeit rund 700 Mitarbeiter beschäftigt, in Hambach bei MCC France und den dort angesiedelten Systempartnern rund 1 800. MCC plant an beiden Standorten, bis Ende 2001 rund 200 weitere Mitarbeiter einzustellen.

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