Bereits 330 Stellenstreichungen
Sinn-Leffers rutscht in die roten Zahlen

Nach Millionenverlusten im vergangenen Geschäftsjahr hat der Textilfilialist Sinn-Leffers im bisherigen Jahresverlauf 330 Stellen gestrichen. Damit werde der Verkauf gestrafft und die Verwaltung am Unternehmenssitz in Hagen konzentriert, sagte Vorstand Heiko Witte am Donnerstag in Düsseldorf.

dpa DÜSSELDORF. Die Personalkosten sollen den Angaben zufolge um gut 20 Millionen Euro sinken. Weitere Personalmaßnahmen seien nicht geplant. 2001 sank die Beschäftigtenzahl der KarstadtQuelle-Tochter bereits um gut 100 auf etwa 3900 Beschäftigte.

Mit Rabattaktionen, neuen Modehäusern sowie einer Ausweitung des Angebots auf Parfümerien, Schuhe und Lederwaren wolle das Unternehmen 2002 dem verschärften Wettbewerb trotzen, sagte Witte. Angaben zum angepeilten Gewinn machte er nicht. Der Umsatz solle "mindestens Vorjahresniveau" erreichen. Im ersten Quartal 2002 erhöhte sich der Umsatz der Gruppe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gegen den Markttrend leicht um 3 Millionen auf 127,8 Millionen Euro.

Vor allem die schwächelnde Konsumnachfrage habe Sinn-Leffers im vergangenen Jahr in die roten Zahlen rutschen lassen, berichtete Witte. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liege bei minus 11,7 Millionen Euro (2000: plus 0,6 Millionen). Der Jahresfehlbetrag belaufe sich auf 12,6 Millionen Euro. 2000 wurde ein Plus von rund 6,7 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Umsatz der Sinn-Leffers-Gruppe mit 48 Modehäusern ging 2001 auf vergleichbarer Fläche um 8,8 Prozent auf 668,6 Millionen Euro zurück.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%