Bereits 37 Medaillen gewonnen
Deutscher Medaillenregen bei Paralympics hält an

Am vierten Tag der Paralympics-Wettkämpfe in Athen hat es erneut Medaillen für das deutsche Team geregnet. Vor allem die Tischtennisspieler trumpften groß auf und fuhren insgesamt sieben Mal Edelmetall ein, darunter dreimal Gold. Ganz oben auf dem Treppchen stand auch der Wattenscheider 100-Meter-Sprinter Wojtek Czyz.

HB ATHEN. "Wir haben sehr auf die Tischtennis-Spieler gesetzt, sie erfüllen voll unsere Erwartungen", sagte Karl Quade, Chef de Mission der 210 deutschen Starter. Mit insgesamt neun Gold-, elf Silber- und 17 Bronzeplaketten liegt das Team im Soll.

Ganz oben auf dem Treppchen standen am Dienstag Monika Sikora- Weinmann (Bielefeld), Daniel Arnold (München) und Holger Nikelis (Köln). Silber ging an Jochen Wollmert (Solingen) und Rainer Schmidt (Dellbrück), der Zimmergenosse Arnold im Finale mit 0:3 Sätzen unterlag. "Das ist das Beste, was mir je passiert ist, der letzte Titel, der mir noch gefehlt hat", jubelte der 25 Jahre alte Arnold, dessen Arme stark verkürzt sind. "Wir kennen uns in- und auswendig, und ich wollte Revanche für meine Niederlage bei der Europameisterschaft nehmen."

Im 100-m-Sprint der Oberschenkelamputierten unterbot Czyz den paralympischen Rekord von Earle Connor in 12,51 Sekunden um eine Zehntelsekunde. Der kanadische Weltrekordhalter (12,14) war wegen eines positiven Dopingbefundes gar nicht in die griechische Metropole gereist. "Das ist der schönste Tag in meinem Leben, es ist alles perfekt gelaufen", sagte der 24-Jährige Czyz, der einen Blitzstart erwischt hatte. Nach dem furiosen Lauf schrie er seine Freude heraus, warf sich auf den Boden und drehte erst später eine Ehrenrunde mit der deutschen Fahne. "Ich habe auf Czyz gesetzt, er ist gut in Form", meinte Quade, der sich zudem über Bronze für Heinrich Popow (Leverkusen/13,00) freute.

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