Bereits 3 000 Arbeitsplätze abgebaut
MAN: Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen

Der MAN-Konzern will bei der angekündigten Streichung von insgesamt 4400 Stellen in seinem Nutzfahrzeugebereich ohne betriebsbedingte Kündigungen in den deutschen Werken auskommen. Etwa 3000 Arbeitsplätze seien bereits abgebaut, teilte die MAN Nutzfahrzeuge AG (München) am Donnerstag mit.

dpa MÜNCHEN. Auch bei den übrigen Stellen setze man auf Aufhebungsverträge, Vorruhestandsregelungen und die Beendigung befristeter Arbeitsverträge. Mit einer Erholung des Marktes rechnet Nutzfahrzeuge-Chef Hakan Samuelsson Ende 2002.

Der rückläufige europäische Nutzfahrzeugemarkt hatte auch MAN schwer erwischt. Zudem kämpfte der Konzern zuletzt mit strukturellen Problemen in einigen Werken und der Sanierung bei der britischen Tochter ERF. In den ersten neun Monaten 2001 brach bei MAN in der Nutzfahrzeugesparte das Ergebnis vor Steuern um 223 Mill. Euro auf minus 56 Mill. Euro ein.

Um die Profitabilität wieder zu verbessern, kündigte MAN Nutzfahrzeuge die Streichung von 4400 Stellen bis Mitte 2002 an. Davon entfallen rund 3700 Arbeitsplätze auf die MAN-Standorte in Deutschland und Österreich, rund 300 auf die Bustochter Neoplan und 400 auf die britische ERF. Weitere Stellenstreichungen sollen nun vermieden werden. MAN hatte mit den Arbeitnehmern vereinbart, dass zuvor bei einer anhaltenden Flaute die Arbeitszeitkonten genutzt werden und im Notfall Kurzarbeit eingeführt wird. Auch eine Absenkung der tariflichen Arbeitszeit ohne Lohnausgleich ist möglich.

Das Maßnahmenpaket erlaube es MAN, den Personalabbau zu beschränken und die im nächsten Aufschwung benötigten Mitarbeiter zu halten, sagte Samuelsson. Er rechnet gegen Ende des Jahres mit einer Entspannung der Beschäftigungssituation. Im laufenden Jahr erwartet MAN noch einen etwa zehn- bis zwölfprozentigen Rückgang des Lastwagen-Marktes in Europa. Konkurrenten sind teils sogar noch pessimistischer.

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