Bereits 40 % des Telekom-Einkaufs werden online abgewickelt
Telekom startet Internet-Marktplatz "T-Mart"

Mit dem neuen Internet-Marktplatz "T-Mart" stellt die Deutsche Telekom in Zukunft eine Plattform für den Online-Handel bereit. Telekom-Vorstand Detlev Buchal rechnete am Dienstag in Bonn vor, dass sich durch die elektronische Beschaffung und Vermarktung eine Kostenersparnis von 30 bis 60 % im Vergleich zum herkömmlichen Vertrieb und Einkauf erzielen lässt.

adx/rtr BONN. Das neue Portal bietet nicht nur einen Internet-Marktplatz, sondern ein Einkaufs- und Auftragsmanagement. Über das Einkaufssystem "T-Mart BuySite" kann jeder dafür autorisierte Mitarbeiter eines Unternehmens an seinem PC über den Marktplatz Bestellungen aufgeben. Das Unternehmen legt dabei im System beispielsweise Budgetgrenzen fest oder bildet seine Genehmigungsprozesse ab. Die Telekom richtet als elektronischer Dienstleister die jeweiligen Kataloge ein.

Marktstudien zufolge werden in Deutschland bereits im Jahr 2005 rund 250 Mrd. Euro an Umsätzen elektronisch zwischen Firmen abgewickelt. Derzeit nutzt ein Fünftel der deutschen Unternehmen Internet-Marktplätze, die Tendenz ist stark steigend.

Potenzielle Kunden erreichen den horizontalen Internet-Marktplatz unter der Adresse www.e-business.telekom.de. Kataloge sind bereits nach den Branchen Kommunikation, Kleidung, Büromöbel, Elektromaterial, Büroartikel, Werkzeuge oder Computerzubehör eingerichtet.

Die Deutsche Telekom selbst wickelt als Konzern bereits mehr als 40 % ihres Einkaufs über "T-Mart" ab. Ende des Jahres werden rund 20 000 Mitarbeiter mit dem System arbeiten.



Telekom strebt Marktführerschaft bei Internet-Marktplätzen an

Telekom

-Vorstandsmitglied Detlev Buchal sagte am Dienstag in Bonn, man wolle der führende Anbieter für Electronic Business werden. T-Mart stützt sich den Angaben zufolge auf positive Erfahrungen, die die Telekom mit dem konzerninternen Einsatz eines elektronischen Beschaffungswesen gemacht hat. Nach Unternehmensangaben wurden durch elektronische Bestellvorgänge Einkaufskosten und interne Prozesskosten deutlich gesenkt.

Die für die E-Commerce-Strategie der Telekom notwendige Anfangsinvestitionen wurden mit zunächst rund 100 Mill. DM beziffert. Die Telekom verwies auf Modellrechnungen von Marktforschungsunternehmen, wonach bis zum Jahr 2005 in Europa über Internet-Marktplätze zwischen Unternehmen rund 900 Mrd. Euro umgesetzt werden. Man sei zuversichtlich, von diesem Volumen einen "hohen einstelligen Betrag" auf die eigenen Marktplätze lenken zu können, sagte der Leiter Business Marktes Multimedia bei der Telekom, Klaus März. Davon könne die Telekom voraussichtlich ein bis 1,5 % als Einnahmen verbuchen.

Den Angaben zufolge führt die Telekom derzeit Verhandlungen mit führenden deutschen Bankhäusern und Logistikunternehmen, die die Zahlungsfunktionen und die Logistik-Dienstleistungen im Zusammenhang mit den Internet-Marktplätzen erbringen sollen. Zudem stehe man kurz vor dem Abschluss einer Partnerschaft mit einem größeren Auktionsunternehmen, dass Auktionen für die Internet-Marktplätze organisieren soll. Die Partnerschaft soll in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Die Telekom wolle sich dabei "substanziell" an dem Partnerunternehmen beteiligen.

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